Hohe Quoten beim Rennabend am Dinslakener Bärenkamp

Trabrennen : Hohe Quoten beim Rennabend am Dinslakener Bärenkamp

Die neue Reduzierung der Abzüge bei den Wetten trägt Früchte. Julia Knoch zieht mit Gaja einsam ihre Kreise an der Spitze.

Ein sonniger Sommerabend ließ zum Juli-Auftakt den Besuch auf der Dinslakener Rennbahn am Bärenkamp gut gedeihen. Bei angenehmen Temperaturen an den Rails spannende Wettbewerbe zu verfolgen, darf als „gechillte“ Feierabendbeschäftigung durchgehen. In einem generell von Favoriten geprägten Rennabend gab es zusätzliche Würze durch erstaunlich hohe Quoten in den so genannten Grundwettarten Sieg und Platz. Die einfache Erklärung: Die ab 1. Juli geltende Reduzierung der Abzüge in diesen Wettarten erfüllte ihren Zweck und drückte selbst „Unschlagbare“ nicht auf den Frustkurs von 10:10.

Diese Maßnahme soll der Startschuss gewesen sein, um neue Pferdefreunde für den Sport und die Wette zu gewinnen, denn Sieg und Platz sind bekanntlich die Wettarten für Neueinsteiger. Die für das Stutenderby vorgesehene Gaja war zum Abschluss der V5-Wette in einem Lauf zum Drensteinfurt-Cup der Amateure so eine kaum zu schlagende. Mit Julia Knoch zog sie an der Spitze einsam ihre Kreise und bescherte ihrem Anhang 20 Prozent Rendite. Das aber war zugleich die schwächste Siegrendite des Tages und hatte damit vielleicht den Totalisatorrechner verwirrt, denn bis Renntagsschluss lagen keine offiziellen Quoten für diese siebte Prüfung vor. Für den als unschlagbaren geltenden Franzosen Esprit d’Albigny gab es immerhin 50 Prozent.

Der auch beim vierten Jahresstart siegreiche Fuchs spannte seine Anhänger allerdings ein wenig auf die Folter, denn Robin Vercammen nahm die Sache erst auf den letzten 600 Metern so richtig in Angriff und musste in der Distanz kurz einmal auf der Hut sein, da der führende Axe du Ter bei seiner Galoppade ein wenig wegbrach und drohte, Flamme de Safran und dem heranstiefelnden Esprit d‘Albigny in die Quere zu geraten.

Für das Quartier von Hermann Lamcken machte Tim Schwarma Kissing Diamond zum Seriensieger. Resolut fuhr Schwarma mit dem neunjährigen Diamond Way-Sohn durch und verdrängte Senorita Dia­mant von der Spitze. Es drohte ein Renntag ohne Volltreffer für Michael Nimczyk, aber der Champion konnte sich dann doch noch einmal bei der Siegerehrung einfinden. Denn der ohne Check angetretene Toscanini Diamant bekam nicht nur zuweilen den Kopf zwischen die Beine, sondern auch den bald nach vorn gezogenen Assauer in den Griff und geriet auch durch die nachsetzende Velten Hells Bells nicht mehr in Gefahr.

Velten Roncalli musste diesmal ebenfalls mit dem Ehrenplatz zufrieden sein. Der Hengst wurde in einem packenden Duell von dem zum Seriensieger avancierenden Warhorse Hazelaar in der Hand von Didier Kokkes noch in die Knie gezwungen. Gigi Boko und Joke Caf EV machten die Viererwette perfekt, die 1.171:10 zahlte.

(RP)
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