Hinrunden-Fazit zu Fußball-A-Ligist TV Jahn Hiesfeld II

Fußball : TV Jahn Hiesfeld II hat wieder Abstiegssorgen

Die Mannschaft hat in der Fußball-Kreisliga A eine miserable erste Saisonhälfte absolviert. Wie schon in der vergangenen Spielzeit kämpft das Team um den Klassenerhalt. Personalmangel macht dem Trainerteam zu schaffen.

Viel hatten sie sich vorgenommen an der Dorfstraße. Für die zweite Fußball-Mannschaft des TV Jahn Hiesfeld sollte alles besser werden. Dementsprechend groß ist nun die Enttäuschung bei einem Blick auf die Tabelle der Kreisliga A. In der vergangenen Saison konnten die Kicker den Klassenerhalt am letzten Spieltag klar machen. Damals war der Verbleib von Trainer Frank Pluhnau aber noch unklar. Er blieb und hoffte auf eine Besserung.

Ein halbes Jahr und 16 Spieltage später holt Pluhnau und seine Mannschaft aber die bittere Wahrheit ein. Mit nur drei gewonnen Spielen und mageren elf Punkten stehen die „Veilchen“ auf einem Abstiegsplatz. Um die miserable Situation zu ergründen, bedarf es verschiedener Ansätze.

Einerseits ist da die schwache Offensive mit nur 25 geschossenen Toren, auf der anderen Seite steht die zweitschwächste Defensive der Liga mit 54 kassierten Treffern. Vor allem die Gegentore dürften Frank Pluhnau ärgern, denn nach den 71 Gegentreffern in der vergangenen Saison versprach der Trainer, mit seiner Mannschaft daran arbeiten zu wollen. Mittlerweile würden die Hiesfelder die 71 Gegentore am Ende der Saison wohl mit Kusshand nehmen.

Ein weiterer Punkt: die vielen Abgänge vor der Saison. Pluhnau und sein Co-Trainer Sven Verlinden haben nur selten eine vernünftige Mannschaft an den Spieltagen zusammen, vom Training ganz zu schweigen. Aber nicht nur die Quantität hat gelitten, auch die Qualität. Mit Domenik Verhufen mussten die „Veilchen“ ihre Lebensversicherung nach Friedrichsfeld ziehen lassen. Der Angreifer traf in 25 Spielen 25 Mal und fehlt dem Hiesfelder Spiel sehr. Nach der abgelaufenen Hinrunde haben die drei Stürmer Marco Kavs, Arber Tahiri und Tobias Wind zusammen sechs Treffer erzielt, wobei letzterer auch nur zweimal aufgelaufen ist.

Aber Abgänge wie beispielsweise Domenik Verhufen oder Tim Koller zu ersetzen, fällt der Hiesfelder Reserve schwer. Zwar kommt ab und zu ein talentierter Fußballer aus dem Kader der Oberliga-Mannschaft dazu, Konstanz ist an dieser Stelle aber ein Fremdwort. Der einzige Neuzugang Domenik Czerlitzka hat nach einem halben Jahr am Rotbach genug und ist wieder bei seinem ehemaligen Verein Hamborn 07 II untergekommen. In puncto Domenik Verhufen heißt es jetzt aber Aufatmen im Mühlendorf, denn nach seinem kurzen Intermezzo beim Bezirksligisten SV 08/29 Friedrichsfeld ist der Stürmer zurück im lila-weißen Trikot.

Angesprochen auf den Verlauf der Hinrunde, antwortet Co-Trainer Verlinden wie aus der Pistole geschossen: „Das war eine einzige Katastrophe. Wir haben absoluten Personalmangel. Entweder sind die Spieler verletzt, gesperrt oder müssen arbeiten. Wir müssen von unserer spielerischen Qualität her nicht da unten stehen, sind aber wieder auf einem Abstiegsplatz.“

Die besagten Problemzonen in Abwehr und Angriff begründet der Co-Trainer ebenfalls: „Dadurch, dass bei uns andauernd so viele Spieler fehlen, müssen wir natürlich gezwungenermaßen umstellen. Unser eigentliches Problem ist nicht die Qualität, sondern der Mangel an Spielern, die zur Verfügung stehen.“

Frank Pluhnau und Sven Verlinden werden daher an ihrem bisherigen Konzept auch nicht wirklich etwas ändern können. „Bei uns müssen einfach mal wieder alle Spieler an Bord kommen, dann ist auch wieder mehr für uns drin“, sagt der Hiesfelder Co-Trainer.

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