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Fußball: Hiesfeld ohne Glück im Abschluss

Fußball : Hiesfeld ohne Glück im Abschluss

Der TV Jahn verlor sein Heimspiel gegen den VfL Rhede mit 0:2. Die Abstiegsgefahr steigt, Trainer Christian Schreier sag aber zum Unentschieden in Wülfrath eine Steigerung seiner Mannschaft, die gute Möglichkeiten nicht nutzte.

Als Alexander Schreier nach dem Schlusspfiff vom Feld marschierte, ärgerte er sich noch immer über die vergebenen Chancen seines TV Jahn Hiesfeld. "Wir kriegen den Ball einfach nicht über die Linie", sagte der enttäuschte Mittelfeldspieler, der auch selbst eine Möglichkeit ausließ. Dass sich die "Veilchen" nach der 0:2 (0:1)-Niederlage gegen den VfL Rhede immer mehr der Abstiegsregion nähern, lag aber auch an den Gästen, die ihre Chancen konsequent nutzten und eine äußerst solide Leistung abriefen. "Ich kann dir nur ein Kompliment machen, was du aus der Mannschaft in den vergangenen Jahren gemacht hast", gratulierte Hiesfelds Trainer Christian Schreier seinem Kollegen Manuel Jara.

Nach dem 2:2 in Wülfrath am Donnerstag wartet Schreier weiter auf seinen ersten Sieg als Übergangstrainer des TV Jahn — er will aber erste kleine Fortschritte erkannt haben. "Ich habe eine Steigerung gesehen und das ist für mich ausschlaggebend. Wir haben gegen die Rheder gut mitgehalten", fand der Coach, dessen Team beim 0:1 ein Gastgeschenk verteilte. Sören Stauders katastrophaler Abwurf kam bei Hilal Ali Khan nicht an und Kevin Juch traf aus der Distanz über den Hiesfelder Schlussmann hinweg (28.). "Wer weiß, wie das Spiel ausgeht, wenn das Tor nicht fällt?", fragte sich Schreier anschließend. Glück besaß der TV Jahn hingegen, als Fabian Herbers noch vor dem Seitenwechsel nur den rechten Pfosten traf.

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Die dicken Chancen der "Veilchen" kamen erst nach der Pause und den Anfang machte Pascal Spors. Kevin Kolberg flankte von seiner rechten Seite und der kleine Stürmer versuchte es artistisch mit einem Fallrückzieher, den Marvin Radüchel genauso sehenswert entschärfte. Auch danach rettete der Rheder Schlussmann für seine Vorderleute, indem er den Kopfball von Kevin Corvers nach einer Ecke von Hilal Ali Khan parierte. "Das nötige Glück muss man sich auch erarbeiten und erkämpfen. Ich bin wirklich erstaunt, wozu meine Mannschaft läuferisch und kämpferisch in der Lage ist", lobte VfL-Trainer Jara den Einsatz seiner Truppe.

Nach Alexander Schreiers vergebener Möglichkeit scheiterte auch Kapitän Oliver Rademacher und die Gäste sorgten im direkten Gegenzug für die Entscheidung. Als Mike Welter das 2:0 schoss, war der Hiesfelder Glaube an einen noch möglichen Punkt erloschen — auch wenn Rademacher am Ende noch einmal am langen Pfosten am Ball vorbeirutschte. Ein Tor wollte gegen den VfL einfach nicht fallen.

TV Jahn Hiesfeld: Stauder; Kolberg, Baudisch, Corvers, Ohnesorge, Schreier, Rademacher, Ali Khan (83. Tißen), Noldes (61. Pütters), Spors (76. Mastrolonardo), Schneider.

(gaa)