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Fußball: Hiesfeld hat nur Bösinghoven im Kopf

Fußball : Hiesfeld hat nur Bösinghoven im Kopf

Der TV Jahn Hiesfeld freut sich auf den Pokal-Hit gegen den MSV Duisburg, konzentriert sich aber jetzt erst einmal auf die Oberliga. Vor der Partie gegen den TuS Bösinghoven wünscht sich Trainer Vollack die Unterstützung der Zuschauer.

Die Auslosung für das Viertelfinale des Fußball-Niederrheinpokals hätte für den TV Jahn Hiesfeld nicht besser verlaufen können. Sportlich ist es zwar das schwerste Los. Doch die Neuauflage des Finals aus dem Vorjahr gegen den MSV Duisburg ist aus wirtschaftlicher Sicht sicherlich das attraktivste für den Oberligisten. Doch wie wird sich das Traumlos in den Köpfen der Spieler auswirken? Sind sie mit ihren Gedanken in den nächsten Wochen nur noch beim MSV und vernachlässigen den Alltag oder schaffen sie es, die Konzentration in der Meisterschaft hochzuhalten? Trainer Jörg Vollack ist sich sicher, dass der Pokal noch weit genug weg ist und die Einstellung seiner Kicker auch morgen in der Heimpartie gegen den TuS Bösinghoven stimmen wird. "Wir werden jetzt nicht nur noch an den MSV denken, weil wir noch andere Ziele in der Oberliga haben. Zum Beispiel wollen wir endlich einmal ein Heimspiel gewinnen", sagt der Hiesfelder Trainer.

Bei aller Euphorie rund um den Kick gegen die Zebras dürfen sich die Hiesfelder auch nicht von ihren Pflichten ablenken lassen. Manager Harald Plank plant zwar insgeheim schon - wenn auch nicht ganz ernst gemeint - den Pokalsieg ("Nach dem MSV schlagen wir Rot-Weiß Oberhausen und dann Rot-Weiß Essen"). Doch er will nun allmählich auch Ergebnisse in der Liga sehen. "Natürlich erwartet uns keine Laufkundschaft. Aber an unserem eigenen Anspruch gemessen, hätte ich gerne zum jetzigen Zeitpunkt nicht elf, sondern 14 bis 17 Punkte gehabt. So schön der Pokal auch ist, wir dürfen die Liga nicht aus den Augen verlieren, wenn wir noch in die oberen Gefilde wollen. Dafür müssen wir anfangen zu gewinnen und uns freischwimmen, sonst muss man sich mit dem Abstiegskampf beschäftigen."

Mit Kevin Dauser, Dennis Lerche oder Takehiro Kubo sei der TuS Bösinghoven zwar besonders in der Offensive sehr stark besetzt. Doch Jörg Vollack ist nach dem 2:1-Erfolg im Achtelfinale des Niederrheinpokals bei ETB Schwarz-Weiß Essen guter Dinge, dass seinem Team nun auch der erste Heimsieg in der Oberliga gelingen wird. "Es wird keine leichte Aufgabe. Von der Einstellung und Leidenschaft haben wir in Essen aber einen guten Schritt nach vorne gemacht. Daran müssen wir anknüpfen und ich würde es mir wünschen, dass unsere Zuschauer uns auch einmal unterstützen, wenn es nicht so gut läuft", sagt Vollack.

Der Coach will die ständige Kritik des eigenen Publikums nicht mehr widerstandslos hinnehmen. "Dann sollen sie lieber den Trainer anmeckern, weil der damit kein Problem hat. Aber sie sollen bitte die Spieler in Ruhe lassen. Einige Leute müssen sich einmal straffen und endlich begreifen, dass auch andere Mannschaften auf die Idee gekommen sind, sich in der Sommerpause zu verbessern. Diese Idee hatte der TV Jahn nicht exklusiv und sie sollen das vergangene Jahr auch nicht heiliger machen, als es wirklich war. Auch da hatten wir unsere Probleme."

(gaa)