Handball: Schlusslicht MTV Rheinwacht Dinslaken feiert wichtigen Sieg

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken kann doch noch gewinnen

Beim 32:26 (15:13)-Erfolg des Handball-Regionalligisten gegen die HG Remscheid ist Mirko Krogmann mit acht Toren der entscheidende Akteur der Gäste. Dennis Backhaus stabilisiert die Abwehr vor einem starken Nils Ahlendorf.

Der MTV Rheinwacht Dinslaken ist immer noch Schlusslicht der Handball-Regionalliga Nordrhein. Das ist die schlechte Nachricht. Doch die gute lieferte die Mannschaft am Samstag in Remscheid ab. Durch den 32:26 (15:13)-Sieg gegen den Mitkonkurrenten im Abstiegskampf, der HG LTG/HTV Remscheid, ist das Team von Trainer Harald Jakobs wieder im Geschäft.

Es folgen nun zwei Heimspiele gegen weitere Abstiegskandidaten. Zunächst am kommenden Sonntag gegen die HSG Siebengebirge, die sich am Samstag gegen den HC Weiden mit 26:25 durchsetzte. Und dann im ersten Spiel der Rückserie eine Woche später gegen den TV Jahn Köln-Wahn, der am Samstag mit 27:31 gegen die SG Langenfeld verlor. Zwei Siege vorausgesetzt, und der MTV würde auf einen Nicht-Abstiegsplatz springen.

Dass es bis dahin noch ein recht weiter Weg ist, weiß auch Jakobs. „Wir sollten den Sieg in Remscheid nicht überbewerten“, sagte er. Denn auch er hatte gesehen, dass die beiden Punkte am Samstag gegen einen doch übernervös und daher recht schwachen Gegner zustande gekommen waren. Und auch in den nächsten Partien werden mit Abwehrspezialist Robert Jakobs und Rückraumschütze Maximilian Reede wahrscheinlich noch zwei ganz wichtige Spieler fehlen.

Doch dafür war am Samstag mit Dennis Backhaus der Mann dabei, der der Abwehr die zuletzt fehlende Stabilität verlieh. Neben ihm lieferten dann auch der immens fleißige Steffen Hahn und Jonas Höffner im Mittelblock eine starke Leistung ab, die auch ihrem Torwart die notwendige Sicherheit verlieh. Nils Ahlendorf nämlich hatte am Ende eine sehr gute Quote, spielte die 60 Minuten durch, so dass weder der erstmals wieder aufgefürte Marco Banning noch Torwarttrainer Dominik Köller zum Einsatz kamen. Zudem hielt Ahlendorf beim Stand von 23:29 einen Siebenmeter und traf zum 22:28 selbst ins leere Tor der Remscheider.

Zum Mann des Spiels jedoch wurde einer, den wohl auch die Remscheider nicht auf dem Zettel hatten. Mirko Krogmann, vor der Saison vom Absteiger VfB Homberg gekommen, machte das, was er kann. Der etwas staksig wirkende Linkshänder, der Mitte der ersten Hälfte für Jonas Höffner kam, beschränkte sich nämlich aufs Torewerfen – mit durchschlagendem Erfolg. „Das war natürlich ein Glücksgriff mit Mirko, der so gut wie keinen Fehlversuch hatte“, sagte Harald Jakobs über den Linkshänder, der bisher eher eine Nebenrolle gespielt hatte, dieses Mal aber acht Mal traf und am Ende auch einen Siebenmeter sicher verwandelte.

Einen Blitzstart legte der MTV hin, führte mit 6:1, 7:2 und 8:3 und traf dabei bei jedem seiner Angriffe. „Doch dann sind wir etwas übermütig geworden und haben uns unnötige Würfe genommen“, so Jakobs über die Phase, die später mit 10:9 zur ersten, aber auch einzigen Führung des Gastgebers führte. Nach dem 15:13 zur Pause kamen die Gäste wieder konzentriert aus der Kabine, vergrößerten ihren Vorsprung und fuhren den Sieg am Ende sicher nach Hause. Dabei konnte es sich Jakobs sogar erlauben, den mit Problemen an der Achillessehne angetretenen Fabian Gorris weitgehend zu schonen. Für ihn kam der lange verletzte Nils Kruse zum Einsatz, der ebenso wie der immer wieder seine Chance suchende Marc Tomke eine gute Leistung ablieferte.

MTV Rheinwacht Dinslaken: Banning, Ahlendorf (1), Köller – d’Auria, Backhaus, Tomke (5), Gorris (3/1), Enders (3), Höffner (2), Hahn (6/4), Ahls, Kruse (1), Krogmann (8/1), Pagalies (3).