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Handball: Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken verliert gegen die TSV Bonn

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken hat den Tiefpunkt erreicht

Der Regionalligist ist nach dem 28:31 (12:18) gegen die TSV Bonn auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Nach einer ganz schwachen ersten Halbzeit keimt bei den Dinslakenern zwischenzeitlich aber noch Hoffnung auf.

Tiefer absacken kann der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken nun nicht mehr. Nach der 28:31 (12:18)-Niederlage im Heimspiel gegen die TSV Bonn steht die Mannschaft von Trainer Harald Jakobs zwei Spieltage vor Ende der ersten Serie nun am Tabellenende. Das bisherige Schlusslicht HSG Siebengebirge gewann nämlich überraschend mit 31:29 bei der SG Langenfeld. Und das rettende Ufer ist nun auch schon vier Punkte entfernt, da die HG Remscheid beim 24:24 in Weiden einen Punkt ergatterte.

Die ganze Hoffnung ruht nun auf einem gelungenen Start ins neue Jahr, wenn der MTV zunächst in Remscheid am Samstag, 11. Januar, und eine Woche später gegen die HSG Siebengebirge antritt und unbedingt beide Spiele gewinnen muss – dann vielleicht wieder mit Kreisläufer Dennis Backhaus, der auch in der Abwehr unersetzlich ist. Er signalisierte jedenfalls leise Hoffnung, dass er nach den Feiertagen wieder ins Training einsteigen kann.

Die Entscheidung in der Partie gegen die TSV Bonn war eigentlich schon zur Pause gefallen. „Wir haben das Duell in der ersten Halbzeit verloren, als wir gegen das Überzahlspiel der Bonner weder auf der linken noch auf der rechten Seite ein Mittel gefunden haben“, sagte Jakobs. Tatsächlich beorderten die Gäste ihren Torhüter konsequent bei jedem Angriff auf die Bank, schufen dadurch durch schnelle Kombinationen rechts wie links ein Übergewicht und machten auch sicher ihre Tore. Bis zum 7:7 hielt der MTV noch gut mit, auch weil ein zwischenzeitlicher 2:5-Rückstand wieder aufgeholt werden konnte. „Doch dann zogen die Bonner davon, zumal auch unsere Torhüter keine Rolle gespielt haben“, so Jakobs.

Entsprechend geknickt gingen die MTV-Akteure nach den ersten 30 Minuten in die Kabine, wo aber wohl Tacheles geredet worden war. Denn im zweiten Abschnitt stand eine ganz andere Dinslakener Mannschaft auf der Platte. Zwar erzielten die Bonner wie schon zu Beginn des Spiels wieder das erste Tor, doch mehr und mehr bekam der Gastgeber das Heft des Handelns in die Hand, wozu auch Nils Ahlendorf mit einigen gehaltenen Bällen beitrug. Mitte der zweiten Halbzeit verabschiedete sich Bonn auch vom Konzept des leeren Tores, nachdem Maximilian Reede zweimal (16:20 und 18:21) leichte Treffer erzielt hatte.

„Wir können ja mit Mannschaften wie Bonn und auch den meisten anderen mithalten“, sagte MTV-Kreisläufer Christoph Enders. „Wir müssen nur unsere Leistung abrufen.“ Das gelang immer besser. In der 55. Minute kamen die Dinslakener sogar auf zwei Treffer (25:27) heran. „Am Ende aber hat die TSV Bonn das clever zu Ende gespielt“, sagte Harald Jakobs. Der zwischenzeitliche Rückstand des MTV war letztlich zu groß.

Unter anderem wurden wieder klare Chancen vergeben, wobei der eingewechselte Mirko Krogmann nach zwei blitzsauberen Treffern sich einfach zu viele Würfe nahm, die in der zweiten Etage landeten.

Am kommenden Dienstag geht es für den MTV Rheinwacht Dinslaken übrigens schon weiter. Dann steht in der GHZ-Halle in Hiesfeld das Viertelfinale im Kreispokal gegen den Oberligisten HSG Hiesfeld/Aldenrade an.

Wahrscheinlich werden die Dinslakener in diesem Derby auf Maximilian Reede verzichten müssen. Er kühlte sich nach dem Spielende nämlich seinen angeschwollenen Knöchel, nachdem er kurz zuvor umgeknickt war.

MTV Rheinwacht Dinslaken: Ahlendorf, Steffel – d’Auria (1), Gorris (5/2), Pagalies (3), Jakobs, Enders (4), Höffner (2), Hahn (6/1), Reede (4), Krogmann (2), Tomke (1).