Handball Korschenbroich zu clever für den MTV

Dinslaken · Der Dinslakener Handball-Regionalligist kann seine Chancen gegen den Meisterschaftsaspiranten nicht nutzen und unterliegt mit 25:28 (13:15). Korschenbroich profitiert konsequent von unkonzentrierten Phasen im Spiel des MTV.

 Der MTV Rheinwacht Dinslaken agierte gegen Korschenbroich oft zu unkonzentriert.

Der MTV Rheinwacht Dinslaken agierte gegen Korschenbroich oft zu unkonzentriert.

Foto: dpa/Robert Michael

Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken muss dem TV Korschenbroich zum zweiten Mal in dieser Saison zu einem Sieg gratulieren. Hatte die Mannschaft schon im Hinspiel bei der 30:31-Niederlage an einer Überraschung  geschnuppert, so war auch am Sonntagmorgen im Rückspiel in der Douvermannhalle beim 25:28 (13:15) weitaus  mehr möglich. Doch unkonzentrierte Phasen kurz vor der Halbzeit und zweimal nach der Pause wurde vom spielerisch und taktisch starken Meisterschaftsanwärter clever genutzt. So müssen Trainer Marco Banning und seine Schützlinge weiter darauf setzen, die zum Klassenerhalt notwendigen Punkte gegen die direkten Konkurrenten aus dem unteren Tabellendrittel zu holen.

Banning waren die wenigen schwachen Minuten seines Teams natürlich auch nicht entgangen, trotzdem wollte er den bis zum Schluss kämpfenden Spielern keinen Vorwurf machen. „Wir haben heute alles gegeben, und auch nach dem Ausfall von Wael Ben Youssef und Philipp Tuda noch unsere Chancen gehabt“, meinte der Coach. Spielmacher Tuda wurde zu Beginn der zweiten Hälfte innerhalb von sieben Minuten dreimal nach Allerweltfouls vom Feld geschickt, sah damit die rote Karte. Und Ben Youssef wurde in der 26. Minute von Philip Schneider so hart gefoult, dass der Korschenbroicher gleich die rote Karte sah. Ben Youssef versuchte es danach noch mal, musste dann aber wegen Leistenbeschwerden passen.

„Wir haben uns sehr schwer getan, um überhaupt ins Spiel zu kommen“, kommentierte Marco Banning die nervöse Anfangsphase seiner Mannschaft, die schnell zu einem 0:3-Rückstand führte. Danach aber wachten die Gastgeber auf, obwohl sie sich immer wieder in der stabilen Korschenbroicher Deckung festrannten oder am glänzenden Gästekeeper Max Jäger scheiterten. Doch auch die MTV-Abwehr stand sicher, so dass Tor um Tor aufgeholt wurde. Als Philipp Tuda in der 21. Minute einen Siebenmeter zu ersten Führung – 10:9 – verwandelt hatte, schien das Spiel sogar gedreht. Doch zwei technische Fehler beim Stand von 12:12 führten zu leichten Toren des Tabellenzweiten, der diese Führung auch mit in die Pause nahm.

Als Korschenbroich in Abschnitt zwei bis auf fünf Treffer davonziehen konnte, schien das Spiel gelaufen, zumal den Dinslakenern nach den Ausfällen von Ben Youssef und Tuda die Alternativen zu fehlen schienen. Doch auch Korschenbroich konnte das hohe Niveau nicht halten, ließ trotz der lautstarken Unterstützung der mitgereisten Fans immer mehr nach. So ergab sich knapp zehn Minuten vor Schluss noch einmal die Chance, die Wende herbeizuführen. Doch in doppelter Überzahl ließen die Gastgeber gleich mehrere hochkarätige Möglichkeiten aus. „Da hatten wir unsere Chance und haben sie praktisch selbst weggeworfen“, kritisierte später dann auch Banning seine Spieler.

Trotz allem war bei einigen Akteuren ein deutlicher Formanstieg zu sehen. Allen voran Maximilian Reede, der sich vielleicht noch mehr Würfe hätte nehmen müssen. Aber auch bei Lukas Feld, der nach einem vergebenen freien Wurf aus lauter Frust sein Trikot zerriss und das von Ersatzmann Luca d‘Àuria überziehen musste. Und auch Marc Tomke zeigte bei seinen technischen Möglichkeiten, was in ihm steckt. Mit vier Feldtoren zog er damit immerhin mit Maximilian Reede gleich. Stark auch Fabian Hoffmann, nicht nur in der Abwehr, sondern in der zweiten Hälfte auch im Angriffsspiel.

MTV Rheinwacht: Köß, Christmann - Backhaus (2), Tomke (4), Hombrink (1), Hoffmann (3), Ben Youssef (1), Adam, Kruse, Tuda (5/4), Reede (4), Feld (5/2).

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