Testspiel Eine zweite Halbzeit des MTV Rheinwacht Dinslaken, die Mut macht

Dinslaken · Trotz der 25:32 (9:17)-Niederlage beim VfL Gladbeck enttäuscht der Handball-Regionalligist nicht. „In der zweiten Hälfte hat die Mannschaft gezeigt, dass sie es kann“, sagte Trainer Boris Lietz.

 (Symbolbild)

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Foto: dpa/Sven Hoppe

Einen echten Härtetest hatte der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht am Sonntag beim VfL Gladbeck zu bestehen. Und das gelang, zumindest in der zweiten Halbzeit. Zwar gab es nach der enttäuschenden Vorstellung vor einer Woche in eigener Halle gegen den starken Westfalen-Oberligisten mit 25:32 (9:17) auch im Rückspiel eine Niederlage, doch zumindest die zweite Hälfte machte Mut. Immerhin hatte der MTV da mit einem Tor sogar die Nase knapp vorne.

Ein Härtetest war es allein deshalb, weil Trainer Boris Lietz nur ein Minikader zur Verfügung stand. Aus diesem Grund hatte der MTV auch die eigentlich für den Samstag vorgesehene Partie bei dem vom früheren MTV-Coach Marius Timofte trainierten Oberligisten Königshof in Krefeld abgesagt. Neben Jonas Höffner (Arbeit) und Marc Tomke (Urlaub) waren am Sonntag auch die beiden noch angeschlagenen Maximilian Reede und Hannes Hombrink nicht dabei, beide konnten lediglich moralische Unterstützung von der Bank aus leisten.

Und so sah es nach einer völlig ausgeglichenen Anfangsphase, in der die Gäste sogar zweimal 1:2 und 3:4 in Führung lagen, erneut nach einem Debakel aus, weil der Mannschaft ab Mitte der ersten Hälfte eine Vielzahl leichter Abspiel- und Fangfehler unterliefen. „Das hat mich natürlich mächtig geärgert“, sagte Boris Lietz, der mit Nils Kruse, Nils Dreier und Lucas Feld lediglich drei Alternativen auf der Bank hatte. Besonders der Rückraum der Dinslakener fand gegen die hoch gewachsene, stabile Abwehr der Gladbecker kaum ein Mittel, und zu Beginn lief auch über die Außen zu wenig, um den Oberligisten ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Besser wurde es allerdings im zweiten Abschnitt, als Nils Kruse auf der Mitte immer wieder eine Lücke fand, und auch Jannik Adam auf der rechten sowie Marc Pagalies auf der linken Seite ihre Möglichkeiten nutzten.

So hielt der MTV die Partie weitgehend offen, kassierte aber eine Vielzahl von Siebenmetern, die manchmal jedoch ein berechtigtes Kopfschütteln auf der Dinslakener Bank hervorriefen. „Die zweite Halbzeit hat Mut gemacht, da hat die Mannschaft gezeigt, dass sie es kann“, sagte der Dinslakener Trainer.

MTV Rheinwacht Christmann, Hillig, Bystron – Dreier, Adam (4), Hoffmann (1), Ben Youssef (2), Kruse (5), Tuda (4/3), Pagalies (4), Feld (2), Backhaus (3).

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