1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken
  4. Sport

Handball: MTV Rheinwacht Dinslaken verliert deutlich beim TV Aldekerk

Handball-Regionalliga : MTV Rheinwacht Dinslaken ist in Aldekerk ohne jede Chance

Die personell weiter geschwächte Mannschaft bezieht mit dem 30:43 (15:21) beim ATV eine weitere Niederlage. Ohne den verletzten Kapitän Dennis Backhaus gibt es große Defensiv-Lücken.

Der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken ist weiter auf dem Weg nach unten in der vierthöchsten Liga. Denn auch beim heimstarken TV Aldekerk gab es mit dem 30:42 (15:21) eine herbe Niederlage, die nur durch die Tatsache etwas kaschiert wurde, dass auch die in allen Belangen unterlegenen Gäste es immerhin auf 30 Treffer brachten. Das war aber schon das einzig Positive, das auch Trainer Boris Lietz in seiner schonungslosen Analyse anmerkte. „Wenn man 30 Tore in Aldekerk schießt, dann muss das eigentlich reichen“, sagte der Coach. „Doch unser Rückzugsverhalten und die gesamte Leistung in der Defensive war einfach nicht liga-tauglich.“

Als sich beide Mannschaften auf der Platte warm machten, da stand MTV-Obmann Heinz Buteweg mit einer Trikotgarnitur am Rand und wartete noch auf einen Spieler. Finn de Lede hatte sich direkt nach dem Spiel der zweiten Mannschaft in Vorst auf den Weg nach Kerken gemacht, traf zwar erst fünf Minuten nach Spielbeginn ein, um aber später noch eine gute Rolle im Mannschaftsgefüge zu spielen. Diese Aktion offenbart aber auch die ganze Misere, in der sich der MTV im Moment befindet. „Die Trainingsbeteiligung ist miserabel, von den vielen Verletzten will ich erst gar nicht sprechen“, sagte Lietz. „Wie soll man da vernünftig etwas erarbeiten können?“

  • David Biskamp war in Essen mit
    Handball : TVK im Aufwind – die Borussia kann kommen
  • Die Polizei sucht einen flüchtigen Räuber.
    Unbekannter drohte mit Messer : Dinslakener Polizei sucht mit Foto nach Räuber
  • Wolfgang Niedecken und seine Band BAP
    Open Air im Dinslakener Burgtheater : Was Sie über das Fantastival wissen müssen

So fehlte auch mit Kapitän Dennis Backhaus, der sowohl in der Abwehr als auch als Kreisläufer unverzichtbar ist, ein absoluter Schlüsselspieler. Backhaus wird möglicherweise aufgrund seiner lädierten Schulter noch länger ausfallen. Wael Ben Youssef war noch in einen Verkehrsunfall verwickelt, war deshalb gar nicht in der Halle, und auf der Tribüne saßen noch Jonas Höffner (Kreuzbandriss), Marc Tomke (Kapselverletzung) und Marc Pagalies (Knorpelschaden). Zumindest Höffner und Pagalies sind langfristige Ausfälle.

So versuchte sich also das Häuflein der wenigen Aufrechten, auch Lukas Feld war krankheitsbedingt nicht im Vollbesitz seiner Kräfte, der nicht nur personellen Aldekerker Übermacht zu erwehren. Das gelang in der ersten Phase der Partie auch noch ganz gut, weil da die Kräfte reichten. So hielt der MTV, der übrigens durch ein Siebenmetertor von Lukas Feld sogar in Führung gegangen war, bis zur 15. Minute ganz gut mit. Über ein 7:7 hieß es da nur 10:9 für den Gastgeber.

Doch schon bis zum Seitenwechsel war alles entschieden. Nach dem 21:15 legten die Aldekerker nach dem Wechsel Tor um Tor nach, wobei sie die Hälfte ihrer Treffer durch Tempogegenstöße markierten, weil den Dinslakenern einfach die Kraft ausgegangen war. Da halfen dann auch keine Paraden von Dean Christmann mehr, der noch einige hundertprozentige Gelegenheiten der Aldekerker entschärft hatte. Nach 47 Minuten war das Debakel komplett, als der ATV erstmals mit zehn Toren führte (34:24).

„Es muss sich definitiv etwas ändern“, sagte Lietz, der nun auf eine Wende vor dem nächsten Heimspiel gegen den TV Rheinbach hofft. Nur sollte er dann eine Grundformation gefunden haben, denn das wilde Wechseln auf fast allen Positionen quer durch die Mannschaft rief auch bei dem mitgereisten Anhang nur ein Kopfschütteln hervor. „Das ist alles unbefriedigend, nicht nur für mich, sondern auch für die Spieler, die aber trotzdem alles gegeben haben“, so Lietz.

MTV Rheinwacht: Christmann, Bystron, Hillig – Hombrink (1), Hoffmann (6), de Lede (5), Adam (4), Kruse (3), Tuda, Dreier (1), Reede (5), Feld (5/2).