Handball: MTV Rheinwacht Dinslaken lässt Glück über Anwartschaft entscheiden

Handball : Das Los entscheidet am Montag

Der Stralsunder HV und der MTV Rheinwacht Dinslaken verzichten auf die vorgesehenen Nachrücker-Spiele zur Dritten Handball-Liga. Nun wird die erste Anwartschaft per Los ermittelt.

Die Saison für den Handball-Regionalligisten MTV Rheinwacht Dinslaken ist seit Montag kurz vor Mitternacht endgültig beendet. Bis dahin hatten nämlich sowohl MTV-Obmann Heinz Buteweg als auch Markus Dau, Geschäftsführer des Stralsunder HV, schriftlich ihren Verzicht auf die Durchführung der eigentlich vorgesehenen vorsorglichen dritten Relegationsrunde zum Aufstieg in die Dritte Liga erklärt.

Und so setzte der Stuttgarter Horst Keppler die bereits terminierten beiden Partien über Pfingsten wieder ab. Nun entscheidet am Pfingstmontag, 10. Juni, das Los über die Reihenfolge der Anwartschaft bei einem noch bis zum 30. Juni möglichen Rückzug einer Mannschaft aus der dritthöchsten Klasse.

Das passiert im Rahmen des Frauen-Relegationsspiels zwischen dem TSV Birkenau und dem SV GW Schwerin unter Aufsicht des Spielkommissions-Vorsitzenden Keppler am Zeitnehmertisch. Das von Stralsund als Möglichkeit ins Gespräch gebrachte Entscheidungsspiel in einer neutralen Halle wurde übrigens von Keppler verworfen, der nur den Verzicht beider Vereine und den damit verbundenen Losentscheid akzeptierte. Die Mannschaft und auch er seien erleichtert, obwohl man die Strapazen der beiden Spiele noch mal auf sich genommen hätte, sagte MTV-Trainer Harald Jakobs am gestrigen Dienstag.

Kapitän und Torhüter Marco Banning postete stellvertretend für seine Mitspieler direkt nach der Entscheidung im Internet: „Ich bin einfach nur froh.“ Auch Obmann Heinz Buteweg kann mit dem Losentscheid gut leben. „Wir haben als Aufsteiger eine überragende Saison gespielt. Meine Anerkennung gilt den Spielern, die sich in die Herzen der Fans gespielt haben und eigentlich den Aufstieg verdient gehabt hätten. Doch am Ende hat uns schlichtweg die Kraft gefehlt, weil der Kader für die Relegation nicht breit genug war. Aber wer weiß, wofür es gut war. Denn die Dritte Liga hätte uns auch finanziell noch mehr gefordert“, sagt Buteweg.

Nun haben die MTV-Akteure bis zum 13. Juli Zeit, ihre Blessuren auszukurieren, wenn die Vorbereitung auf die nächste Saison in der Regionalliga beginnt. Das gilt besonders für Abwehrspezialist Robert Jakobs, der sich von seiner Kopfverletzung aber schon ganz gut erholt hat.

Wenn Mitte September die ersten Spiele in der Meisterschaft beginnen, dann sind vielleicht auch einige Neuzugänge dabei. Mit zwei jungen Spielern für die Linksaußen-Position sowie einem Linkshänder für Halbrechts sind die Verhandlungen schon weit fortgeschritten.

Negative Konsequenzen hat der Nicht-Aufstieg des MTV Rheinwacht Dinslaken übrigens auch für zwei benachbarte Vereine aus Duisburg. Der VfB Homberg steigt nun neben der DJK Adler Königshof und dem HC Wölfe Nordrhein ebenfalls in die Oberliga ab, während die GSG Duisburg aus der Landesliga den Gang die Bezirksliga antreten muss.

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