Handball: Knappe Niederlage für MTV Rheinwacht Dinslaken gegen SG Langenfeld

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken verliert das Spiel und Dennis Backhaus

Der Regionallist unterliegt der SG Langenfeld mit 29:30 (15:15) und ist jetzt Vorletzter. Kurz vor Schluss verletzt sich Dennis Backhaus am Knöchel und wird wohl wieder lange fehlen. Die Dinslakener lassen erneut viele Chancen liegen.

Für den MTV Rheinwacht Dinslaken wird die Lage in der Handball-Regionalliga langsam kritisch. Auch gegen den Tabellennachbarn SG Langenfeld reichte es nicht zu einem Sieg. Nach der 29:30 (15:15)-Niederlage rutschte der Meister der vergangenen Saison sogar auf einen Abstiegsplatz ab. Zu allem Überfluss werden die Dinslakener wahrscheinlich wieder lange auf Dennis Backhaus verzichten müssen. Der Kreisläufer und Mittelmann in der Abwehr verletzte sich kurz vor Schluss ohne gegnerische Einwirkung am Knöchel, zog sich vermutlich einen Bänderriss zu und humpelte deprimiert in die Kabine.

Insgesamt war es besonders für Backhaus ein gebrauchter Tag. In der Anfangsphase fehlte nämlich noch Abwehrspezialist Robert Jakobs, der direkt von der Nachtschicht bei der Polizei kam und erst nach einer Viertelstunde ins Geschehen eingreifen konnte. Bis dahin lag die gesamte Verantwortung im Mittelblock bei Dennis Backhaus, der nach zehn Minuten bereits zwei Zeitstrafen kassiert hatte und so erst in der zweiten Halbzeit wieder aufs Feld kam. „Roberts anfängliches Fehlen und die Zeitstrafen für Dennis haben unser Konzept natürlich völlig durcheinander gebracht“, sagte MTV-Trainer Harald Jakobs über eine zunächst ziemlich verkorkste erste Halbzeit.

Doch als die Abwehr des Gastgebers im Verlauf der ersten 30 Minuten immer mehr an Stabilität gewonnen hatte, wurde auch ein klarer Rückstand (6:10) aufgeholt, ehe kurz vor der Pause sogar eine 15:13-Führung auf der Anzeigetafel stand. „In dieser Phase waren wir aber einfach viel zu hektisch, haben die Führung leichtfertig aus der Hand gegeben“, so Jakobs.

Die Endphase des ersten Abschnitts sollte dem MTV eigentlich Rückenwind gegeben haben, doch auch in der zweiten Halbzeit wiederholten sich die zu Beginn der Partie gemachten Fehler. „Immer wenn wir wieder herangekommen waren, haben wir die Bälle viel zu leicht weggeworfen“, sagte der enttäuschte Christoph Enders, der am Kreis fast die gesamte Verantwortung zu tragen hatte.

Wieder lagen die Dinslakener zeitweise mit bis zu fünf Toren (18:23) hinten, doch das Team gab nicht auf. Denn auch das schnelle Spiel der Langenfelder hatte Spuren hinterlassen, so dass der MTV wieder herankam. Doch ausgerechnet beim Stand von 25:27 scheiterte Fabian Gorris, der sieben von neun Siebenmetern sicher verwandelt hatte, mit einem Strafwurf.

Zudem wurde es in den Schlussminuten auch noch hektisch, wozu auch die unsicheren Schiedsrichter eine Menge beitrugen. „Da wurde zu oft mit zweierlei Maß gemessen“, sagte Harald Jakobs.

Tatsächlich übersahen die beiden Unparteiischen in dieser Phase zwei klare, eigentlich mit Hinausstellungen zu bestrafende Fouls der Gäste-Mannschaft, während der MTV Rheinwacht Dinslaken in den letzten zwei Minuten nach einer harmlosen Attacke von Jonas Höffner noch einmal dezimiert wurden. So schaukelten die Langenfelder ihren knappen Vorsprung in den letzten Sekunden über die Zeit und gewannen.

MTV Rheinwacht Dinslaken: Ahlendorf, Steffel – d’Auria (2), Backhaus (2), Gorris (7/7), Pagalies (1), Jakobs, Enders (3), Höffner (5), Hahn (3), Reede (6), Krogmann, Ahls.

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