Handball: Auftakt nach Maß für MTV Dinslaken

Handball : Auftakt nach Maß für den MTV Rheinwacht Dinslaken

Nach dem 37:28 (19:15)-Erfolg bei den HC Wölfen Nordrhein in Rheinhausen ist der Aufsteiger gleich der erste Tabellenführer der Handball-Nordrheinliga. Schwächen zeigt der MTV nur zu Beginn des Spiels.

Als der Hallensprecher am Samstag in der Spielstätte des HC Wölfe Nordrhein an der Krefelder Straße in Rheinhausen die eigenen Fans in der Schlussviertelstunde zur Unterstützung ihrer Mannschaft aufrief, da schallten ihm Dinslaken, Dinslaken-Rufe entgegen. So fest wie die Anhänger des MTV Rheinwacht die Halle auf der linken Rheinseite im Griff hatten, so sicher hatte die Dinslakener Mannschaft die in der Handball-Nordrheinliga etablierten Wölfe im Griff. Dass es am Ende 37:28 (19:15) für den Aufsteiger hieß, war nun wirklich nicht erwartet worden.

„Wir hatten zwar vorher mit einem Sieg geliebäugelt, weil die Rheinhauser in der Vorbereitung nicht überzeugt hatten“, sagte ein glücklicher MTV-Trainer Harald Jakobs später, „doch wie meine Mannschaft hier aufgetreten ist, war schon außergewöhnlich“.

Tatsächlich dominierte der Neuling die Partie nach einer ausgeglichenen Anfangsphase ab der 20. Minute fast nach Belieben. Das war dann in erster Linie einer starken Deckung, die zu Beginn noch einige Lücken aufwies, zu verdanken. Die Schwächen in den ersten Minuten bügelte bis dahin ein überragender Marco Banning im MTV-Tor aus. Er vereitelte auch fast hundertprozentige Chancen der Gastgeber und hielt damit sein Team zunächst im Spiel. Banning ließ auch nicht nach, nachdem sich die Abwehr mit dem wieder energisch zupackenden Trainersohn Robert Jakobs im Mittelblock stabilisiert hatte und dann im Angriff Chance um Chance genutzt wurde.

In der Offensive hielt zunächst der stark formverbesserte Nils Kruse die Fäden in der Hand, während Maximilian Reede aus dem Rückraum fast nach Belieben traf. Dazu war Dennis Backhaus am Kreis kaum zu stoppen. Auch die Außen Steffen Hahn und Luca d’Auria nutzten ihre wenigen Gelegenheiten. „Nils war zunächst stocksauer, als ich ihn dann mal auf die Bank setzte“, sagte Harald Jakobs, der mit Philipp Tuda oder Fabian Gorris in der Mitte sowie Jonas Höffner auf Halbrechts seine möglichen Varianten ausspielte.

So fielen auch einige technische Fehler kaum ins Gewicht. Die immer mehr nachlassenden Rheinhauser, bei denen der frühere Hiesfelder Kevin Kirchner gerade mal zwei Tore machte, sahen Mitte der zweiten Halbzeit ihre Felle endgültig davonschwimmen und ergaben sich in ihr Schicksal. Bezeichnend für die Schwäche der Wölfe war wohl auch die Tatsache, dass ihr sechsmal erfolgreicher Haupttorschütze Sebastian Schneider seine Treffer ausschließlich per Siebenmeter erzielte.

„Das war für uns natürlich ein ganz wichtiger Sieg“, sagte Harald Jakobs. „Als der Zug ins Rollen kam, hatte Rheinhausen nicht mehr viel entgegenzusetzen. So konnte ich allen Spielern Einsatzzeiten geben und bin ich froh, dass wir so gut in die Saison gestartet sind.“

Blieben noch die Dinslakener Fans, die ihre Mannschaft von Beginn an nach vorne trieben und so später ihren Anteil am Erfolg feiern durften.

MTV Rheinwacht: Banning, Spierau; Kruse (4), Höffner (2), Ahls (2), Reede (8), d’Auria (2), Hahn (3), Tuda (6/1), Enders (3), Backhaus (5), Gorris (2), Jakobs.

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