Großer Andrang beim Silvesterlauf in Voerde

Leichtathletik : Teilnehmerrekord beim Voerder Silvesterlauf

Am letzten Tag des Jahres 2018 haben sich 260 Athleten an die Startlinie gestellt – so viele wie noch nie zuvor. Lukas Engelbert aus Mainz gewinnt über 10.000 Meter. Florian Nitz vom TV Voerde siegt über 5.000 Meter.

Ein wenig Geduld mussten die Läufer schon aufbringen an diesem grauen Silvestermorgen in Voerde. Doch dann knallte die Startpistole, wie die 27 Male zuvor und der 28. Silvesterlauf in Voerde konnte beginnen. Wie in den vergangenen Jahren bot die Triathlon- Abteilung des TV Voerde wieder einen Zehn-Kilometer- und einen Fünf-Kilometer-Lauf sowie einen Schüler- (1,75 Kilometer) und einen Bambini-Lauf (500 Meter) an. Dieses Mal wurde ein Rekord aufgestellt. 260 Teilnehmer brachten die Verantwortlichen ganz schön ins Schwitzen, da der Vorsitzende der Triminators, Lothar Lefort, verreist war und Chef-Zeitnehmer Thomas Walke mit einem Beinbruch im Krankenhaus lag.

Die kleinen und großen Läufer gaben aber wieder alles und so sicherte sich Till Meyer in einer Zeit von 7:16:68 Minuten den ersten Platz beim Schülerlauf. „Eigentlich spiele ich Fußball. Mein Nachbar hat mich auf die Idee gebracht, auch mal hier mitzulaufen. Dass ich dann bei meinem zweiten Lauf direkt Erster werde, hätte ich nicht gedacht“, sagte Till Meyer. Zweiter wurde Jona Porsch vom SV Spellen (7:16:82 Minuten) und auch er war aus dem Häuschen. „Ich freue mich total, dass es für den zweiten Platz gereicht hat.“

Till Meyer war zum zweiten Mal dabei und gewann dieses Mal den Schülerlauf. Foto: FUNKE Foto Services/Erwin Pottgiesser

Drittschnellste im Gesamtklassement war Fiona Kausch, die damit auch das schnellste Mädchen war. In 7:19:58 Minuten kam sie ins Ziel. „Ich bin das zweite Mal dabei gewesen und trainiere in der Leichtathletikgruppe hier beim TV Voerde. Dass ich gewinne, habe ich nicht unbedingt erwartet, es fühlt sich aber schön an“, sagte die junge Schülerin.

Beim Fünf-Kilometer-Lauf ließ TVV-Lauftalent Florian Nitz dann keine Überraschungen zu und sicherte sich bereits zum zweiten Mal den Titel über 5000 Meter in einer Zeit von 17: 28:47 Minuten. „Das ist für mich eine gute Zeit, es hat alles sehr gut geklappt. Ich hatte mir vor dem Startschuss vorgenommen, wieder vorne zu laufen, aber man weiß ja nie. Ich denke, beim nächsten Mal werde ich wieder versuchen, meinen Platz zu verteidigen“, sagte Nitz. Auf den zweiten Rang lief Michael Faßbender, der für die Triminators startete, in einer Zeit 19:19:16 Minuten. „Ich habe mir schon gedacht, dass es für die ersten fünf Plätze reichen könnte“, sagte Faßbender. Schnellste Frau auf der kürzeren Strecke war Antonia Thönnes, die nach 25:10:50 Minuten ins Ziel kam.

Erfolgreich: Jens Gosebrink, Sieger Lukas Engelbert und Florian Nitz (von links) schafften es aufs Podest. Foto: FUNKE Foto Services/Erwin Pottgiesser

Beim Zehn-Kilometer-Lauf konnte sich der Mainzer Lukas Engelbert den Gesamtsieg holen. Er gewann in einer Zeit von 33:24.51 Minuten. „Ich feier bei Freunden in Wesel Silvester. Wenn ich nächstes Mal nochmal kommen sollte, denke ich, dass ich wieder starten werde. Das ist eine schöne Strecke. Ich konnte mir auf der ersten Hälfte des Laufes einen guten Vorsprung erarbeiten, den ich nicht mehr abgegeben habe“, sagte Engelbert.

Fiona Kausch war das schnellste Mädchen. 08/29-Fußballer Manuel Kausch (links) und Papa Frank gratulierten. Foto: FUNKE Foto Services/Erwin Pottgiesser

Zweiter wurde TVV-Läufer Bastian Nitz, der in einer Zeit von 35:09:10 Minuten ins Ziel lief. „Ich bin beim letzten Mal Dritter geworden und wollte mich nun steigern. Ich wollte den Erstplatzierten erstmal sein Ding machen lassen und dann auf der zweiten Hälfte der Strecke angreifen. Da war er dann aber zu weit weg und ich habe ihn nicht mehr eingeholt“, sagte Nitz. Dritter wurde der Vorjahreszweite, Triminator Jens Gosebrink, in einer Zeit von 35:36:64 Minuten. „Die beiden anderen waren dieses Mal zu stark für mich“, sagte Gosebrink. Schnellste Frau war Kerstin Hofmann von der TuS Drevenack, die 41:12:00 Minuten benötigte. „Ich trainiere fünf bis sechs Mal die Woche, doch am Ende des Jahres habe ich es ein wenig schleifen lassen. Dass es dann hier für den Sieg reicht, hätte ich nicht unbedingt erwartet“, sagte Hofmann.

Fußballer feiern vorzeitig: Christian Bodden, Tim Romswinkel, Jens Jäger, Pierre Bergner, Bernd Hüsken und Christian Groh (von links) ließen es nach dem Lauf feuchtfröhlich krachen. Foto: FUNKE Foto Services/Erwin Pottgiesser

Christian Kreitenhubert, Leiter der Leichtathletik-Abteilung des TV Voerde, zog ein positives Fazit. „Was mir fast am besten an dieser Veranstaltung gefällt ist, dass man manchmal nicht weiß, wie es gerade weitergehen soll und am Ende funktioniert dann doch immer alles“, sagte Kreitenhubert.

„Für mich hat das hier einfach eine Tradition, die wir aufrechterhalten wollen. Wir mussten dieses Mal so viel improvisieren wie noch nie. Ich hoffe, dass wir die Zeitnahme beim nächsten Mal auslagern können. Dieses Mal brauchten die Leute etwas mehr Geduld. Ich hoffe, dass wir den Silvesterlauf bei der 29. Auflage wieder etwas gradliniger durchziehen können“, sagte Hauptorganisator Oliver von Gerkahn von den Triminators.

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