Große Zuversicht beim MTV Rheinwacht Dinslaken

Handball : Große Zuversicht beim MTV Rheinwacht Dinslaken

Heinz Buteweg, Obmann des Regionalligisten, traut der Mannschaft einen Platz im Mittelfeld zu. Trainer Harald Jakobs ist davon überzeugt, dass der Neuling das „Potenzial hat, sich in der Liga zu behaupten“.

Heinz Buteweg war mächtig stolz: „Wir haben keine teuren Altstars, die einen Haufen Geld kosten, sondern eine verschworene Truppe, die als Einheit fungiert.“ Der Handball-Abteilungsleiter des MTV Rheinwacht Dinslaken stapelte auf der offiziellen Regionalliga-Aufstiegsfeier und Mannschaftvorstellung an der Trabrennbahn zur neuen Saison dann auch nicht tief. „Absteigen ist für mich keine Option. Und ich glaube, wenn wir gut in die Saison kommen, ist auf jeden Fall ein Mittelfeldplatz drin – wenn es richtig gut läuft, vielleicht sogar mehr“, sagt Buteweg. Die Euphorie ist beim Obmann noch da aus der Oberliga-Meistersaison. Trainer Harald Jakobs gab bei seiner Laudatio auf die Mannschaft offen zu: „Ihr habt mich mitgetragen in dieser Saison. Das war eine Leistung, vor der ich nur den Hut ziehen kann.“

Beim Festakt mit Bierwagen und Grill wurde dann offiziell das neue Kapitel angebrochen, auch die neuen Spieler waren bereits bei den Feierlichkeiten dabei. Mit Fabian Gorris (Rückraum) und Christoph Enders (Kreis) stoßen zwei Akteure zum Team, die bereits eine enge Geschichte mit dem Verein verknüpft. Beide spielten in der A-Jugend-Regionalliga beim MTV und gehörten schon damals zu den Leistungsträgern.

Christoph Enders war zuletzt in der Oberliga Westfalen beim VfL Gladbeck aktiv, Fabian Gorris war bester Torschütze des Oberliga-Absteigers HSG Wesel. „Beide haben sich ihre Hörner woanders abgestoßen. Ich bin froh, dass wir sie wieder beim MTV haben“, sagt Trainer Harald Jakobs. Neben den Heimkehrern sind zwei Torhüter neu im Kader: Patrick Spierau, der für die HSG Neuss/Düsseldorf in der A-Jugend-Bundesliga gespielt hat, und Nils Ahlendorf vom Verbandsligisten HSV Dümpten. „Die beiden neuen Torhüter werden sich in den Testspielen gut zeigen können, da Marco Banning verletzt ist“, sagt Jakobs. Kreisläufer Christoph Enders laboriert noch an einer Leistenverletzung.

Aber auch einige Abgänge muss der MTV Dinslaken verkraften. Jens Niehoff wechselt zum Ligakonkurrenten DJK Adler Königshof. Florian Körner bleibt dem MTV zwar als Stand-by-Spieler erhalten, wird aber aus beruflichen Gründen kürzertreten. Hanno Tebart und Sven Fischer werden dem Team nicht länger zur Verfügung stehen. Manuel Lösche wird ebenfalls die Rolle eines Stand-by-Spielers einnehmen, da er oft beruflich verhindert sein wird. Torwart Dominik Köller verbleibt vorerst in Elternzeit, nimmt aber gelegentlich an den Spielen und am Training teil.

Seit Ende Juni schwitzt das Team viermal in der Woche in der Halle oder beim Lauftraining am Rhein, um sich auf die Regionalliga vorzubereiten. Bis jetzt haben die Spieler viel ohne den Ball gearbeitet, nach einer zweiwöchigen Trainingspause beginnt nun die heiße Phase der Vorbereitung. Im Gegensatz zu Abteilungsleiter Heinz Buteweg formuliert Trainer Harald Jakobs seine Ziele etwas zurückhaltender: „Es hängt ganz stark davon ab, wie wir in die Saison kommen. Wenn wir uns von Anfang an als Verlierer brandmarken lassen, wird es schwierig, diese Rolle wieder abzulegen. Wir haben aber das Potenzial, uns in dieser Liga zu behaupten. Mir wäre es am liebsten, möglichst wenig mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. In erster Linie geht es aber dennoch darum, als Neuling die Klasse zu halten.“

Jeder Spieler der Vorsaison bekam vom HVN-Vorsitzenden Ernst Wittgens eine Urkunde sowie von Heinz Buteweg ein Foto mit einer Spielszene aus der vergangenen Saison. Jetzt muss sich der MTV mit einer neuen Situation zurechtfinden. Die Top-Teams der Regionalliga sind andere, es geht darum, die positive Einstellung der Vorsaison nicht zu verlieren und das zu tun, was den MTV auch in der vergangenen Spielzeit ausgezeichnet hat: als Kollektiv zu überzeugen.

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