Anstoss: Goran Djurovic, ein Missverständnis?

Anstoss : Goran Djurovic, ein Missverständnis?

Handball-Oberligist MTV Rheinwacht Dinslaken steht in der Tabelle da, wo Spielertrainer Marius Timofte seine Mannschaft zu Saisonbeginn erwartet hatte - im unteren Drittel. Und weil es ab der Saison 2016/2017 eine neue Liga unterhalb der jetzigen dritten Liga geben wird, muss der Abstieg in diesem Jahr unter allem Umständen vermieden werden, will man nicht gleich zwei Klassen abrutschen. Nur aus diesem Grund verpflichtete Abteilungsleiter Heinz Buteweg einen Spieler, der eben diesen Verbleib in der Liga garantieren soll. Goran Djurovic ist Profi, lebt also vom Handball, ist entsprechend teuer, zieht man die Kosten für die gesamte andere Mannschaft zum Vergleich heran. Doch bisher ist der 37-Jährige eine einzige Enttäuschung, auch wenn die beiden Spiele, die er bisher vor eigenem Publikum absolvierte, noch kein Maßstab für eine endgültige Beurteilung sein sollten. Doch es war gestern schon ziemlich offensichtlich, wie verärgert Marius Timofte bereits in der ersten Halbzeit auf die Lustwürfe des Neuzugangs reagierte, der dann auch dem bisher auf der halbrechten Position spielenden Jonas Höffner Platz machen musste. Nun sollte man die zuletzt schwachen Vorstellungen des MTV aber keineswegs an Djurovic festmachen, war der nämlich noch gar nicht spielberechtigt, als es mit der Mannschaft bergab ging. Auch andere Akteure wie Florian Körner, der sein zweifellos vorhandenes Wurfkapital im Moment einfach nicht abruft, oder der am Kreis meist völlig abgeschirmte Ralf Willam, enttäuschen die im Moment noch ruhigen Anhänger auf der Tribüne der Halle an der Douvermannstraße. Fragt sich nur, wie lange noch.

BERND VENNEMANN

(RP)
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