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Fußball: Glückauf Möllens Saisonziel ist nicht die Landesliga – noch nicht

Fußball : Glückauf Möllens Saisonziel ist nicht die Landesliga – noch nicht

"Wir haben den eigenen Anspruch, oben mitzuspielen", sagt der neue Glückauf-Trainer Dirk Lotz. Er übernahm zum ersten Mal eine Senioren-Mannschaft.

Nach 14 Jahren im Jugendbereich ist Dirk Lotz zum ersten Mal Trainer einer Senioren-Mannschaft. Er ist beim Bezirksligisten SV Glückauf Möllen der Nachfolger von Willi Radmacher, der ihm aber eigentlich gar keine so alte Truppe überließ. Denn mit einem Durchschnittsalter von 21,6 Jahren sind die Möllener nicht viel älter als eine A-Jugend: "Die Ansprache ist ein bisschen anders, aber ansonsten besteht kein großer Unterschied. Und wenn mir Hakan Gül mit seinen 35 Jahren nicht den Schnitt kaputt machen würde, wäre das Durchschnittsalter noch niedriger", scherzt der neue Glückauf-Coach.

In der Vorbereitung, in der die Trainingsbeteiligung stimmte und auch ein Trainingslager in Hooksiel mit 13 Einheiten in fünf Tagen stattfand, führte Lotz die Viererabwehrkette ein. "Ich habe meine eigene Philosophie und denke, dass sich die Mannschaft spielerisch und personell verbessert hat. In der Breite und Qualität ist der Kader gewachsen und hoffentlich wird das Trainingslager hinten raus für uns von Vorteil sein", meint der Coach, der dem Saisonstart eine große Bedeutung zuordnet: "Wir spielen an den ersten vier Spieltagen dreimal zuhause und wenn man oben mitspielen möchte, dann sollte man auf eigenem Platz keine Punkte verschenken. Deshalb ist es wichtig, dass wir gut aus den Startlöchern kommen."

Das erklärte Saisonziel ist es, im Rennen um die Meisterschaft mitzumischen, doch das Wort Aufstieg nimmt Lotz nicht in den Mund: "Wir haben natürlich den eigenen Anspruch, oben mitzuspielen. Die investierte Arbeit und die Neuzugänge unterstreichen das ja auch. Aber ich weiß gar nicht, was uns in der neu aufgeteilten Gruppe mit anderen Mannschaften erwartet. Im Winter können wir uns noch einmal über konkretere Ziele unterhalten."

Von seiner vorherigen Station, der A-Jugend des TV Jahn Hiesfeld, brachte Lotz einige talentierte Spieler mit, die den Kader verstärken. Von den Abgängen hätte er gerne Said Koumbaz an der Rahmstraße gehalten, weil dieser in der Abwehr nur schwer zu ersetzen sei. "Trotzdem habe ich eine gute Mannschaft zusammen, bei der sich bald dann die Stammformation herauskristallisieren wird. Wenn jetzt einer am Sonntag gegen Vierlinden noch nicht spielt, muss er nicht den Kopf hängen lassen, sondern weiter Gas geben, weil alles sehr schnell gehen kann." Bei der Torhüterfrage besitzt Dominik Schäfer einen kleinen Vorteil, weil Konkurrent Marvin Knaup zwei Vorbereitungswochen fehlte.

(gaa)