Lokalsport: Glückauf Möllen hofft auf mehr Konstanz

Lokalsport : Glückauf Möllen hofft auf mehr Konstanz

Der Tabellendritte in der Fußball-Kreisliga A hat eine ordentliche Hinrunde gespielt, musste sich aber auch vermeintlich schwächeren Teams geschlagen geben. Trainer Thomas Hüfner hat den Aufstiegstraum noch nicht aufgegeben.

Thomas Hüfner hatte eine Vorahnung. "Der SuS 09 Dinslaken ist für mich der Topfavorit auf den Aufstieg", sagte der Trainer von Glückauf Möllen vor der Saison in der Fußball-Kreisliga A. Seinem eigenen Team räumte er damals allerdings auch Chancen auf den Sprung in die Bezirksliga ein. Nach der Hälfte der Saison kann sich Hüfner bestätigt sehen.

Der SuS ist Tabellenführer - Glückauf mit acht Punkten Rückstand Dritter. Das Team hat allerdings ein Spiel weniger absolviert als der Ligaprimus. "Wir haben ein bisschen Rückstand und sind nicht ganz zufrieden, weil wir aufgrund der Spielausfälle die Hinrunde nicht vernünftig zu Ende bringen konnten", sagt der Coach. Die Partien bei Hamborn 90 und Yesilyurt Möllen sollen am 14. Januar und 4. Februar nachgeholt werden.

"Wir sind etwas zwiegespalten. Wir haben einige gute Spiele abgeliefert, haben aber gegen vermeintlich schwächere Teams verloren. Eintracht Walsum und Gelb-Weiß Hamborn sind zwar nicht ohne, aber wir hätten Punkte holen müssen", sagt Hüfner. Beide Heimspiele verlor Glückauf jeweils mit 1:2. Doch im letzten Spiel vor der Winterpause, das bereits am 19. November stattfand, setzten die Rot-Weißen mit einem 7:2-Erfolg über Rheinland Hamborn ein Ausrufezeichen. Zwischenzeitlich hätten Personal und Qualität gefehlt, um als Spitzenteam aufzutreten, räumt Hüfner ein.

Für die Rückrunde baut er unter anderem auf Marco Breder, der im Februar von seinem Auslandssemester auf Mallorca zurückkehrt, sowie Olcay Dikmen, der anderthalb Jahre an einem Kreuzbandriss laborierte und zuletzt in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammelte. Außerdem sollen noch externe Neuzugänge kommen. Die Verpflichtung von Angreifer Lukas Kratzer ist schon perfekt. Auf seine Aufstiegsambitionen angesprochen, sagt Hüfner: "Wir haben ein Spiel weniger und dann wären es fünf Punkte Rückstand. Damit sind wir so gerade auf Schlagdistanz. Wir wollen den Anschluss halten, aber müssen uns auch nicht den Riesendruck machen."

SuS 09 Dinslaken sei nach wie vor der Favorit, und die zweite Mannschaft von Duisburg 08 habe ihm beim 2:2 im direkten Duell offensiv sehr imponiert. "Man muss erstmal seine Partien spielen und Punkte holen. Ein Aufstieg ist oft nicht planbar, aber ganz unzufrieden sind wir nicht", sagt Hüfner. Außerdem sei der Club auf einem guten Weg zur Konsolidierung, was beiden Seniorenteams zu Gute käme.

Mit Blick auf eine mögliche Jugendabteilung, die in Möllen seit Jahren brach liegt, sagt Hüfner, der auch Leiter des Nachwuchszentrums von Rot-Weiß Oberhausen ist: "Jugend ist unabdingbar. So kann man Spieler günstig ausbilden und sich seine eigenen Akteure, heranzüchten'. Aber das ist ein langer Prozess. Der Verein muss erst einmal auf gesunde Beine kommen".

Zunächst gelte es, eine "bessere Rückrunde zu spielen" und "länger oben zu bleiben als in der vorigen Saison". Hüfner betont aber: "Ich weiß, wie viele Leute in Möllen sich nach einem Aufstieg sehnen, aber zunächst ist die Weiterentwicklung des Vereins wichtig."

(RP)
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