Glückauf Möllen bezwingt Yesilyurt Möllen

Fußball : Glückauf Möllen entscheidet das Derby für sich

Der A-Ligist setzt sich mit 3:1 gegen Yesilyurt Möllen durch. Der TV Jahn Hiesfeld II verliert knapp mit 0:1. Der VfB Lohberg sagt seine Partie ab.

Im Derby auf der von beiden Vereinen genutzten Platzanlage an der Rahmstraße setzte sich der Fußball-A-Ligist Glückauf Möllen gegen Gastgeber Yesilyurt Möllen mit 3:1 (1:0) durch. Tobias Tönges brachte Glückauf quasi mit dem Halbzeitpfiff in Führung, Silvio Innocenti (57.) und Mehmet Rustemi (72.) legten in der zweiten Hälfte nach. Brahim Regjepi betrieb in der 87. Minute für Yesilyurt noch Ergebniskosmetik.

„Die Art und Weise hat mir nicht gefallen. Unsere Chancenverwertung war eine Katastrophe und wir haben sehr arrogant gespielt“, monierte Glückauf-Trainer Christian Schwarz, der – wohl aus Gewohnheit – vom „schlechtesten Heimspiel der Saison“, sprach. „Ich muss allerdings auch Yesilyurt mal loben. Die sind über 90 Minuten gerannt und haben gekämpft“, zollte Schwarz dem Kontrahenten Respekt. Auch Yesilyurt-Trainer Özgür Yerden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden: „In der ersten Halbzeit haben wir sehr gut gespielt, standen gut und haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. In der zweiten Halbzeit hat dann die Kraft nachgelassen, mehr war nicht drin.“

Der TV Jahn Hiesfeld II musste eine 0:1 (0:1)-Niederlage bei der Reserve der DJK Vierlinden hinnehmen. „Wir haben beide Spiele gegen Vierlinden 0:1 verloren, wobei die gar nicht wissen, wie sie gewonnen haben“, ärgerte sich Jahn-Trainer Frank Pluhnau, der, wie schon so oft, an der mangelhaften Chancenverwertung seines Teams verzweifelte.

„Mir tut es für die Mannschaft unheimlich leid, dass sie sich nicht belohnt hat. Wir waren über das ganze Spiel hinweg die bessere Mannschaft, haben es aber einfach nicht geschafft, den Ball über die Linie zu bringen“, haderte Pluhnau, dessen Mannschaft unter anderem mehrere Aluminiumtreffer zu verzeichnen hatte. Vor allem mit Blick auf die Tabelle konnte der Coach mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein: „Das wäre ein mordsmäßiger Schritt gewesen. Wir hätten zehn Punkte Vorsprung vor dem Abstiegsplatz gehabt. Aber ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“.

Der VfB Lohberg musste seine Partie bei der zweiten Mannschaft der Sportfreunde Hamborn 07 kurzfristig absagen. „Wir haben um jeden Spieler gekämpft und auch versucht, das Spiel zu verschieben, aber letztendlich hätten wir nur neun Spieler gehabt und das wäre einem Selbstmord gleichgekommen, damit nach Hamborn zu fahren“, erklärte VfB-Trainer Thomas Grefen mit deutlichen Worten.

Was den Übungsleiter an dieser Gegebenheit störte, war, dass das Spiel der zweiten Mannschaft bei Wacker Dinslaken zeitgleich stattgefunden hatte.

„In der Winterpause hatten wir uns darauf geeinigt, dass Unterstützung von der zweiten Mannschaft kommen muss. Es geht darum, wo man die Prioritäten setzt, ob die Reserve in der Kreisliga B um die goldene Ananas spielt oder man zusieht, dass der Verein die Klasse hält“, machte Grefen seinen Standpunkt klar. „Da müssen wir in dieser Woche intern mal drüber reden, wie das in den nächsten Wochen gehandhabt wird“, kündigte der Coach Gesprächsbedarf an.

(pst)
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