Lokalsport: Geländetag ist das Herzstück beim RuF

Lokalsport : Geländetag ist das Herzstück beim RuF

Reiten: Weil die Olympischen Spiele anstehen, werden die formstärksten Reiter und Pferde bei der zwölften Auflage des Internationalen Vielseitigkeitsturniers fehlen. Das Starterfeld kann sich beim RuF Hünxe trotzdem sehen lassen.

Es ist eigentlich wie immer, wenn das Vielseitigkeitsturnier des Reit- und Fahrvereins Hünxe im Jahr von Olympischen Spielen stattfindet. Die ganz großen Namen der Szene sind dann auf den Meldelisten wesentlich seltener zu finden. Die für Rio nominierten Michael Jung, Sandra Auffarth, Ingrid Klimke und Andreas Ostholt konzentrieren sich - wie die formstärksten Paare der anderen Nationen - bereits auf Brasilien und sind diesmal nicht auf dem Gutshof Glückauf dabei. "Die für Olympia Nominierten gehen jetzt noch einmal ins Trainingslager. Die Pferde müssen bei Kondition gehalten werden, aber das CHIO in Aachen war die letzte Formüberprüfung. Man will kein Risiko mehr eingehen und die Tiere werden auch schon vorher nach Brasilien gebracht, damit sie sich an das Klima gewöhnen", sagt RuF-Pressewartin Christina Skoeries.

An der Oberfläche mag das die Strahlkraft der hochkarätigen Veranstaltung ein wenig mindern. Und trotzdem können sich die Anhänger des Buschreitens auf drei erlebnisreiche und qualitativ in der Region herausstechende Tage freuen. Weil Deutschland in der Spitze sehr breit besetzt ist, muss Hünxe nicht gänzlich auf Top-Leute verzichten. Unter anderem haben die Mannschaftsolympiasieger Dirk Schrade und Andreas Dibowski sowie die frühere Weltmeisterin Bettina Hoy und auch Julia Krajewski ihr Kommen angekündigt. In puncto Organisation haben die Verantwortlichen um Dieter Heisterkamp, den Vorsitzenden des RuF, alles getan, um auch die zwölfte Auflage der Rheinischen Meisterschaften zu einem Erfolg werden zu lassen. Los geht es morgen ab 10 Uhr mit der Dressur und den Geländepferdeprüfungen.

In der CIC1*-Prüfung, die von der Rheinischen Post präsentiert wird, gehen fast 60 Teilnehmer an den Start, wobei einige Paare sich noch für die Weltmeisterschaft der Jungen Vielseitigkeitspferde anbieten möchten. Interessant verspricht auch die Internationale Ponyprüfung (CCIP1*) zu werden. Hier hat sich die Teilnehmerzahl im Vergleich zu den vergangenen Jahren fast verdoppelt, denn es ist die letzte Sichtung für die deutschen, belgischen und niederländischen Ponyreiter vor der Europameisterschaft. Mit Helena Bottermann, Jana Lehmkuhl und Anna Lena Schaaf stellen sich hier gleich drei Reiterinnen des gastgebenden Vereins der Konkurrenz.

Das Herzstück des Hünxer Vielseitigkeitsturnieres ist der Geländetag am Samstag. Bei jedem Wetter lädt das weitläufige Gelände auf dem Gutshof Glückauf dazu ein, sich zu Fuß auf den Weg zu machen, um hochkarätigen Spitzensport auf einer stets liebevoll gestalteten Geländestrecke hautnah zu erleben. Der Start wird in diesem Jahr in der Nähe der Stallzelte sein. Die Hindernisse am Wasser sind traditionell ein Hauptanziehungspunkt für die Zuschauer. Mindestens 125 Sprünge werden für die Buschreiter auf verschiedenen Geländestrecken platziert.

Bei den Hindernisbauern steht in jedem Jahr die ständige Verbesserung der Sicherheit an oberster Stelle. Den ständig höheren Sicherheitsanforderungen haben sie sich auch in diesem Jahr gestellt und noch mehr Hindernisse mit dem sogenannten MIM-System ausgestattet, um ein Höchstmaß an Sicherheit für Pferd und Reiter zu gewährleisten.

Die letzten Entscheidungen fallen dann am Sonntag im Springparcours. Hier wird es zum Abschluss noch einmal spannend, bevor am Nachmittag die Siegerschleifen und Schärpen vergeben werden.

An allen drei Turniertagen ist der Eintritt frei.

(RP)