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Fußball: SV Spellen überwintert in der Kreisliga A auf Platz zwei

Fußball : SV Spellen bleibt auf dem Boden

Die Mannschaft hat sich in der Kreisliga A nach einem Fehlstart zwar kontinuierlich gesteigert und überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz. Doch Luftschlösser will der Spellener Trainer Andre Feldkamp deshalb nicht bauen.

Es gab eine Phase zu Beginn dieser Saison, als Trainer Andre Feldkamp nicht recht wusste, in welche Richtung es wohl für seine Mannschaft gehen würde. Der SV Spellen hatte eine durchwachsene Vorbereitung hinter sich, durch Urlaube und andere Ausfälle holperte es in der taktischen und spielerischen Abstimmung. Nach den ersten fünf Begegnungen in der Fußball-Kreisliga A Rees-Bocholt rangierte das Team mit nur drei Punkten auf dem Konto auf Platz 15. Vergebene Torchancen, unglückliche Gegentreffer – die Mannschaft aus dem Voerder Norden taumelte mit mehr Schwierigkeiten in die Saison als gedacht.

Doch von da an ging es kontinuierlich aufwärts beim A-Ligisten. Der SV Spellen überwintert auf dem zweiten Tabellenplatz, führt die Liste der Verfolger des mit 17 Zählern Vorsprung souveränen Spitzenreiters DJK TuS Stenern an. „Die Mannschaft“, sagt Trainer Andre Feldkamp nun, „hat einen Riesenschritt gemacht“.

18 Spiele, 45:23-Tore, 33 Punkte – so lautet die bisherige Bilanz. Und die findet der Spellener Coach „vollkommen in Ordnung“. Die Abwehr hat sich stabilisiert, der Angriff schlägt zuverlässig zu. Allen voran Marco Launag, der in 15 Einsätzen 16 Tore schoss. „Er trifft, wie er will“, sagt Andre Feldkamp, betont aber gleichzeitig den Wert des gesamten Ensembles: „Alleine macht Marco auch keine 16 Tore.“

Die älteren Spieler, größtenteils selbst erst Mitte zwanzig, führen die jüngeren. Leistungsträger wie Marcel Lucahsen und der erfahrene Michael Kupke, der so Andre Feldkamp, „durch seine Art und Weise die Leute mitreißen kann“, gehen voran. In ihrem Sog haben sich Teamkollegen wie Joshua Brauer, Marc Wildöer, Jonas Jaschner und Kevin Robben, aber auch die aus der A-Jugend gekommenen Joschua Tepaß, Nico Drüten und Jonah Drews aufgemacht, zu einer schlagkräftigen und willigen Mannschaft zusammenzuwachsen, die es mit jedem Gegner in der Klasse aufnehmen kann. Und hinten steht mit Florian Albri ein Torwart, der mit seiner Ruhe die nötige Sicherheit  ausstrahlt.

Bei aller Euphorie, die das drittbeste Heim- und fünftstärkste Auswärts-Team im Kreisliga-Oberhaus inzwischen umgibt, bleibt der Übungsleiter dennoch auf dem Boden. Andre Feldkamp will trotz des zweiten Platzes keine Luftschlösser bauen. „Unser Saisonziel war vor der Saison Platz fünf, dabei bleiben wir auch“, sagt der Trainer des SV Spellen.

Beschweren würde sich beim SVS aber sicherlich niemand, wenn am Ende mehr herausspringen sollte. Die Grundlage für eine spannende Restsaison ist jedenfalls geschaffen – und die beginnt am Sonntag, 3. Februar, 15 Uhr, direkt mit einer echten Herausforderung. Dann tritt der SV Spellen beim punktgleichen Tabellendritten Fortuna Millingen an.