Fußball-Oberliga: Abdoulaye Sakho beim TV Jahn Hiesfeld

Fußball : Sakhos nächste Station heißt Hiesfeld

Mittelfeldallrounder Abdoulaye Sakho stammt aus Guinea, spielte aber schon in Spanien, Frankreich und Dresden. Der 22 Jahre alte Neuzugang des TV Jahn will jetzt so schnell wie möglich Deutsch lernen und auch Arbeit finden.

Einen verspäteten Neuzugang präsentierten die Oberliga-Fußballer des TV Jahn Hiesfeld bei ihrer Mannschaftsvorstellung in der vergangenen Woche. Neben den ohnehin schon bekannten „Veilchen“ war auch ein noch unbekanntes Gesicht aufgetaucht. Abdoulaye Sakho, die Eltern kommen aus Guinea, ist aus Frankreich vom FC Auch an den Rotbach gewechselt. Durch einen Bekannten von Hiesfelds Trainer Markus Kay war der Kontakt zu Sakho entstanden, nach einigen Wochen als Gastspieler machten die Verantwortlichen nun Nägel mit Köpfen.

Der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler ist in seiner Karriere schon ordentlich herumgekommen und soll dem TV Jahn in dieser Saison weiterhelfen. Sakho, der in Guineas Hauptstadt Conakry geboren wurde, wechselte zunächst nach Spanien zum CD Alcoyano. Von dort aus wurde der Mittelfeldspieler zunächst zum SC Borea Dresden in die Oberliga ausgeliehen. Sein erstes Intermezzo in Deutschland endete aber bereits nach sieben Monaten, da sein vorheriger Verein personelle Probleme hatte, wurde Sakho zurückgeholt.

Von der iberischen Halbinsel aus ging seine Reise dann zu US Colomiers in die vierte französische Liga. Nach einem Jahr zog es ihn dann 70 Kilometer weiter westlich zu Auch Football, dort spielte er bis zuletzt in der sechsten Liga.

Nun ist Sakho also wieder in Deutschland angekommen und sehr glücklich darüber. „Ich mag den deutschen Fußball sehr und freue mich, jetzt endlich hier spielen zu können.“ Seine Sprachkenntnisse beschränken sich momentan noch auf Französisch und Spanisch, das möchte der Neuzugang aber schleunigst ändern: „Ich möchte so schnell wie möglich die deutsche Sprache lernen, damit ich hier auch arbeiten kann.“ In seiner Zeit in Frankreich war Sakho im Einzelhandel und als Jugendtrainer tätig. Da weder Markus Kay noch Teammanager Thomas Drotboom der französischen Sprache mächtig sind, wird sich momentan noch mit Händen und Füßen beim Training verständigt, wie der 22-Jährige mit einem Schmunzeln erklärt: „Ich schaue mir die Übungen im Training meist bei den anderen ab und mache es nach, das klappt ganz gut.“ Ein paar deutsche Wörter rutschen dem Neuzugang aus Guinea aber ab und an schon hinaus. Sakho zeigte beim Testspiel gegen die U19 des MSV Duisburg mit dem Finger auf Mittelfeldspieler Damiano Schirru und sagte: „Ein sehr guter Fußballer.“

Seine Lieblingsposition ist die Zentrale im Mittelfeld, in den bisherigen Einheiten hat er aber gezeigt, sehr variabel einsetzbar zu sein. „Der kann fast überall spielen, egal ob auf der Sechs, Acht, Zehn oder auf den Außenbahnen“, ist Markus Kay beeindruckt von dem Neuen. Ob Sakho schon zum Ligastart gegen den VfB Homberg spielberechtigt ist, bleibt abzuwarten. Kay rechnet vorerst noch nicht mit ihm: „Der französische Verband muss dem DFB die Freigabe geben, das kann auch gerne zwei Wochen dauern.“ Unabhängig davon, wie lange es dauert, die Vorfreude auf den Allrounder am Rotbach ist groß.

(che)
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