Lokalsport: Fusion zwischen der SGP und VfB vom Tisch

Lokalsport : Fusion zwischen der SGP und VfB vom Tisch

Oberlohberger Tennisspieler wollen keinen Umzug des Nachbarn aufgrund der Altersstruktur. Keine zusätzliche Bebauung möglich.

Vor einigen Monaten sah es so aus, als würden die Tennis-Abteilungen der SGP Oberlohberg und des VfB Lohberg fusionieren. In einem Gespräch mit Vertretern beider Vereine legte Dinslakens Bürgermeister Michael Heidinger die Verbindung der Vereine nahe, die Spieler des VfB sollten auf der Anlage der SGP an der Gärtnerstraße ihr Hobby ausüben. Doch der Regionalverband Ruhr, der der Stadt Dinslaken das Gelände verpachtet, machte einen Strich durch die Rechnung, eine weitere Bebauung des Geländes, die die Vertreter des VfB forderten, würde der RVR nicht zulassen.

Ein Umzug in die andere Richtung kommt für die Oberlohberger aufgrund der Altersstruktur nicht in Frage. Die Herren 65 würden sowieso bald mit dem Tennisspielen aufhören und für den kurzen Zeitraum nicht auf eine andere Anlage wechseln, und für die verbleibenden Herren 50 wäre der Aufwand nicht allzu lohnenswert. Bei der Jahreshauptversammlung der SGP-Tennisabteilung teilten Abteilungsleiter Heinz Piechula und der zweite Vorsitzende Jürgen Fassbender den 26 anwesenden von insgesamt 40 Mitgliedern mit, dass die Fusion mit dem VfB vom Tisch sei, was die Mitglieder gefasst aufnahmen, da sie wussten, dass eine weitere Bebauung des Geländes wohl nicht möglich wäre. "Wir hatten gehofft, dass die Stadt Dinslaken vielleicht etwas machen könnte, aber eigentlich wussten wir, dass es nichts wird", macht sich Piechula keine Illusionen. "Es war von vornherein klar, dass entweder Lohberg hochkommt oder die Fusion nicht zustande kommt, sagt er.

Der VfB kann sich nun darüber freuen, dass die alte Anlage neben der Dorotheen-Kampfbahn im Verlauf der Sportstättensanierung nicht abgerissen wird, bei der SGP möchte Piechula die weitere Entwicklung abwarten. "Lasst uns erst mal noch die nächste Saison spielen und dann schauen wir mal, wie es aussieht", sagte der Vorsitzende bei der JHV zu den Mitgliedern. Der Pachtvertrag für die Anlage gilt noch bis Ende 2019, wie es danach weitergeht, ist noch nicht sicher. "Wenn wir noch ein, zwei Mannschaften kriegen würden, sähe es wieder anders aus. 1993 hatten wir noch 250 Mitglieder, doch es ist Jahr für Jahr immer weiter abgeebbt", beschreibt Piechula die Entwicklung, die er von Anfang an als aktiver Spieler miterlebt hat. 2012 hat der Rentner dann die Abteilungsleitung übernommen, da sich niemand anders fand, der den Posten übernehmen wollte.

"Am Anfang habe ich die Trommel gerührt und zehn bis zwölf Leute für den Verein gewinnen können, aber die sind nicht lange geblieben", erzählt Piechula. Im März werden zunächst einmal drei Plätze für die kommende Medensaison von einer Fremdfirma aufbereitet, ein viertes Feld bringt der Verein in Eigenleistung wieder auf Vordermann. "Es ist eine schöne Anlage zum Wohlfühlen. Das sagen auch alle Gegner, die hierher kommen", sagt der Abteilungsleiter nicht ohne Stolz. Wie lange sich die SGP-Tennisspieler noch daran erfreuen dürfen, steht in den Sternen.

(RP)