1. NRW
  2. Städte
  3. Dinslaken
  4. Sport

Fußball: Für Vollack war das Spiel ein "Totentanz"

Fußball : Für Vollack war das Spiel ein "Totentanz"

Der Trainer des TV Jahn Hiesfeld fand nach der verdienten 3:6-Klatsche gegen den VfB Hilden deutliche Worte.

Auf die 90 Minuten wollte Jörg Vollack bei der Pressekonferenz erst gar nicht eingehen. Nach der 3:6 (2:3)-Packung des TV Jahn Hiesfeld auf eigenem Platz gegen den VfB Hilden brodelte es in dem Trainer der "Veilchen" und er holte lieber zum Rundumschlag gegen seine Elf aus: "Der Sieg der Hildener ist noch zu gering ausgefallen, weil es von uns ein Totentanz war. Ich werde mich mal mit der Mannschaft über Einstellung und Vorbereitung auf ein Spiel beschäftigen müssen, denn sonst können wir uns in Zukunft auch erst um 14.45 Uhr treffen und brauchen auch nicht mehr zu trainieren."

Die herbe Niederlage hinterließ bei Vollack ihre Spuren, denn der VfB machte es den Hiesfeldern vor, was mit Herz und Leidenschaft alles möglich ist. "Es kann nicht sein, dass ich immer wieder an die elementarsten Dinge des Fußballs erinnern muss. Eigentlich waren wir gut vorbereitet und wussten, was die Hildener vorhatten, aber kämpferisch und läuferisch waren sie uns deutlich überlegen", ärgerte sich der Coach, für den der Tag schon mit einer schlechten Nachricht begann. Torwart Kevin Hillebrand meldete sich krank ab und so kam Neuzugang Sebastian Wickl zu seinem ersten Einsatz in der Meisterschaft, der für ihn aber in keiner guten Erinnerung bleiben wird.

Der erste Gegentreffer geht eindeutig auf die Kappe des Ersatztorhüters, der einen harmlosen Versuch von Stefan Schaumburg passieren ließ (8.). Beim 0:2 schlug der Ball von Miles Adeoye aus 25 Metern zentral bei Wickl ein und er sah erneut nicht gut aus (17.). Der Fehlstart des TV Jahn in die Partie war damit besiegelt, dennoch schaffte er den zwischenzeitlichen Ausgleich: Dominik Borutzki sorgte für den Anschluss (29.) und aus stark abseitsverdächtiger Position machte Danny Rankl das 2:2 (37.). Allerdings hielt das Hoch nicht lange an und die Hausherren luden den VfB bei einer Ecke zum dritten Tor ein, als Manuel Schulz unbedrängt einköpfen durfte (41.).

Die Hiesfelder Pausenansprache fiel sehr kurz aus, aber aufwecken konnte Vollack seine Truppe dadurch auch nicht. Die ersten vier Chancen besaßen wieder die Gäste, bevor Rankl mit einer dicken Möglichkeit den Spielverlauf fast auf den Kopf stellte. Der Torjäger brachte den Ball aber nicht einmal auf das Tor und dann war es der Doppelschlag von Schaumburg (82.) und Jannik Weber (84.), der die Partie entschied. Dass Wickl beim fünften Gegentor wieder unglücklich aussah, spielte genauso wenig wie das 3:5 durch den eingewechselten Pascal Spors (86.) noch eine Rolle. Den Schlusspunkt setzte mit der letzten Aktion der Begegnung erneut Weber, der einen Foulelfmeter verwandelte. Michael Ohnesorge konnte sich zuvor bei Schiedsrichter Maximilian Fischedick bedanken, dass er es bei dem Foul bei Gelb beließ.

(gaa)