Lokalsport: Für RWS zählt nur der Klassenerhalt

Lokalsport : Für RWS zählt nur der Klassenerhalt

Der Fußball-Bezirksligist beendet die Saison auf dem neunten Rang und erreicht sein Ziel, einen einstelligen Platz zu belegen. Während die Hinrunde optimal läuft, bricht die Mannschaft in der Rückserie regelrecht ein.

"Wir wollten einen einstelligen Tabellenplatz", sagt Ali Acabuga, Vorsitzender von Rot-Weiß Selimiyespor Lohberg. "Und den haben wir erreicht." Nach 34 Spieltagen stand Platz neun für RWS im zweiten Jahr in der Fußball-Bezirksliga zu Buche. Nach der Hinrunde konnte sich die Mannschaft, die ein Jahr zuvor als Aufsteiger noch in die Relegation musste, eigentlich schon in Sicherheit wiegen. Im Winter stand sie auf Platz fünf. "Wir waren selbst überrascht, dass es in der Hinrunde so gut lief. Das hätte ich so nie erwartet", sagt Ahmet Ince, der zum Ende der Saison vom Co-Trainer zum Interimscoach wurde.

Nachdem sich die Mannschaft zunächst noch ein bisschen finden musste - mit Ahmet Tutal hatte zu Beginn der Saison ein neuer Trainer übernommen - folgte nach dem vierten Spieltag eine kleine Erfolgsserie. Fünf Partien blieben die Lohberger ungeschlagen. Bis zur Winterpause fuhren die Rot-Weißen weitere Zähler ein, auch gegen starke und erfahrenere Gegner wie etwa Blau-Weiß Mintard (2:1) oder den späteren Meister Genc Osman (1:1). "Das war eine sehr schöne Hinrunde für uns", sagt Ince. Es passte aber auch einfach alles zusammen. "Die Spieler waren motiviert, alle haben mitgezogen. Im Trainerteam hat auch alles geklappt", sagt Ince, der inzwischen seit drei Jahren bei RWS zum Trainerstab gehört. "Es war ein richtiges Miteinander. Alle haben wunderbar harmoniert." Doch dann kam die kalte Jahreszeit. Und für RWS Lohberg ging es bergab. Aufgrund des winterlichen Wetters war die Platzanlage am Fischerbusch lange Zeit nicht nutzbar, an ein Training war kaum zu denken. "Wir mussten viele Einheiten absagen oder haben diese abgebrochen", sagt Ince. Wegen der schlechten Bedingungen kamen auch immer weniger Spieler zum Training, die Verletzungsgefahr war zu groß. Ince zeigt dafür Verständnis: "Viele sind gerade in den Beruf eingestiegen und können es sich nicht erlauben, auszufallen."

In ihrer sportlichen Entwicklung wurde die Mannschaft dadurch zurückgeworfen, was sich in der Rückrunde dann in den Ergebnissen widerspiegelte. War die Hinrunde noch so erfreulich gelaufen, starteten die Rot-Weißen mit einer Niederlagen-Serie ins neue Jahr. Die ersten vier Spiele gingen verloren Für das Trainerteam war klar: Es muss trainiert werden.

Zwar war die Rückrunde bei weitem nicht so erfolgreich wie die Hinserie - mit 14 Punkten sammelte die Mannschaft nur die Hälfte der Zähler, und es gab zu viele Gegentore, wie etwa beim 1:8 gegen Adler Union Frintrop, gegen die Spvgg Meiderich (3:5) oder SC Frintrop (2:6) -, aber es reichte, um sicher in der Liga zu bleiben. "Und das ist, was unter dem Strich zählt", so Ince, der sich freut, dass RWS in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga spielt - dann aber wieder mit einem neuen Trainer. Thorsten Albustin übernimmt das Zepter.

Die Zusammenarbeit mit Ahmet Tutal wurde beendet. Nachdem sich der Verein entschieden hatte, mit dem 48-Jährigen nicht in die neue Saison zu gehen, legte Tutal wenige Spieltage vor Schluss sein Amt direkt nieder. Ince übernahm für den Rest der Spielzeit. "Wir hatten einfach andere Vorstellungen, wie wir im Verein arbeiten wollen", sagt Vorsitzender Acabuga, der vor allem auf die eigene Jugend setzen und weniger Spieler von außerhalb holen möchte.

(RP)
Mehr von RP ONLINE