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Lokalsport: Frosch beim Debüt unter Druck

Lokalsport : Frosch beim Debüt unter Druck

Nach der Ablösung von Trainer Thomas Grefen betreut sein ehemaliger Assistent Patrick Frosch den Fußball-Bezirksligisten VfB Lohberg morgen bei Union Frintrop. Viele personelle Fragezeichen.

Nachdem der VfB Lohberg - nicht ohne Nebengeräusche - nach dem katastrophalen Saisonstart mit vier Niederlagen am Stück seinen Übungsleiter Thomas Grefen nach sieben Jahren Amtszeit vor die Tür gesetzt hat, trägt am Sonntag bereits um 11 Uhr bei der DJK Adler Union Frintrop erstmals Patrick Frosch die Verantwortung beim Fußball-Bezirksligisten.

Grefen hatte gemurrt: "Wenn ich Co-Trainer gewesen wäre, hätte ich den Posten nicht angenommen. Schließlich sind wir als Trainerteam angetreten". Frosch dagegen meint, der Vorstand traue ihm den Job zu, den Verein wieder in die Spur zu bringen, er freue sich darüber und übernehme diesen gerne.

Die Spieler haben die Entscheidung der Verantwortlichen überrascht aufgefasst, schließlich haben einige jahrelang unter Grefen trainiert. Doch der vormalige Co-Trainer hat ebenfalls ein gutes Standing in der Mannschaft. Man darf gespannt sein, wie sich die Mannschaft in Essen präsentieren wird, in jedem Fall stehen die "Knappen" als Vorletzter unter Druck, doch Frintrop wird wahrscheinlich, wie in den Vorjahren auch, zusammen mit dem VfB gegen den Abstieg kämpfen. Umso wichtiger wäre es, den ersten Saisonsieg einzufahren, um nicht bereits frühzeitig den Anschluss ans rettende Ufer zu verlieren.

"Mein Gefühl ist eigentlich gut. Die Jungs sind motiviert, und wir müssen auf jeden Fall punkten", geht Frosch zuversichtlich in seine erste Partie als Chefcoach. "Ein Problem ist natürlich die Kartenflut vom Sonntag und die vielen dadurch gesperrten Spieler", sagt der Übungsleiter mit Blick auf die gelb-rot-gesperrten Sebastian Englert, Marius Mikat und Orkan Güclü. Außerdem fehlt noch Soufian Benchaou, der immer noch seine Rotsperre absitzt. Darüber hinaus sind Tim Bruß, Moritz Emde und Hasan Dogan angeschlagen und für Sonntag fraglich. "Wir hoffen, dass sie sich für Sonntag bereit melden", sagt Frosch.

Mit Blick auf die Entlassung seines Vorgängers sagt er: "Ich habe ein paar Einzelgespräche geführt, wir müssen jetzt nach vorn blicken. Das Programm nach Sonntag wird bretthart, da kommen vier Knaller direkt hintereinander. Natürlich war die Stimmung bedrückt, aber wir müssen uns jetzt alle konzentrieren und an einem Strang ziehen."

Die Partie vom vergangenen Sonntag gegen Mündelheim hatte übrigens noch ein Nachspiel für den VfB. Da sich der Schiedsrichter von Lohberger Zuschauern bedroht fühlte und beleidigt wurde, wurde ein Ordnungsgeld gegen den Verein verhängt.

(RP)