Faustball: TV Voerde benötigt Schützenhilfe

Faustball-Bundesliga : TV Voerde ist auf Schützenhilfe angewiesen

Der TVV benötigt Sonntag einen Sieg zu Hause gegen Ahlhorn und einen Erfolg des VfK Berlin, um noch die DM-Endrunde zu erreichen.

Am Sonntag ab 11 Uhr geht es an der Rönskenstraße für die Bundesliga-Faustballer des TV Voerde erst einmal nur um das Gewinnen gegen den Ahlhorner SV. Beim finalen Staffelspieltag ist noch viel für den TVV drin, doch die Mannschaft rund um Spielertrainer Sebastian Pynappel könnte auch alles verlieren.

„Ich will da zunächst nichts von wissen, wie die Ergebnisse auf den anderen Plätzen sind. Erst einmal müssen wir ja selbst unser Spiel gewinnen, damit es überhaupt möglich ist, zur Deutschen Meisterschaft zu fahren“, sagt der Spielertrainer zur Tabellenkonstellation. Entscheidend für die Voerder ist das Spiel zwischen dem VfK Berlin und dem VfL Kellinghusen. Sollte Kellinghusen, wie in der Hinrunde, gegen Berlin gewinnen, war es das für die Voerder mit der DM. Wenn Berlin gewinnt, könnte jeder Satz für Voerde zählen. „Das Schlimme ist, dass wir in Voerde schon einmal eine ähnliche Situation hatten, auch gegen Ahlhorn. Damals haben wir 4:5 verloren und im entscheidenden Satz auch noch 7:0 geführt“, erinnert sich Pynappel.

Gerade der Ahlhorner SV ist mit an der Misere schuld, dass der TV Voerde nicht schon längst für die Endrunde qualifiziert ist. Seit diesem Jahr gibt es eine Siegerrunde, in der die besten vier Mannschaften der Hinrunde in der Staffel noch einmal gegeneinander antreten. Da Ahlhorn Ausrichter der Deutschen Meisterschaft und damit automatisch qualifiziert ist, fällt der dritte Platz als Qualifikationskriterium in der Nord-Staffel weg. „Dritter werden reicht nicht, sonst wären wir schon seit ein paar Spieltagen qualifiziert. Wichtig ist, dass wir das entscheidende Spiel aber ohne Wut im Bauch begehen“, sagt Pynappel.

Wenigstens beim Kader muss der Spielertrainer keine Abstriche machen, alle Spieler stehen ihm verletzungsfrei zur Verfügung. Der Schlüssel zum Sieg wird das Eindämmen der Ahlhorner Offensivbemühungen sein. Dafür gilt es vor allem, den Angreifer Christoph Johannes nicht zu sehr in das Spiel kommen zu lassen. „An einem guten Tag schießt der alles kaputt. Deshalb müssen wir von Anfang an gucken, dass er nicht die Möglichkeiten bekommt, die er braucht“, betont Pynappel.

Der TV Voerde hat in den vergangenen Jahren und auch jüngst beim Europapokal gezeigt, dass das Team mental sehr gereift ist und Drucksituationen oft für sich entscheiden kann. Genau dieses Vorgehen ist Sonntagvormittag wieder einmal gefragt.

(tut)
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