Faustball: TV Voerde bei der DM-Endrunde in Ahlhorn

Faustball : Von Spiel zu Spiel denken lautet bei der DM die Devise

Voerdes Spielertrainer Sebastian Pynappel rechnet in der Begegnung gegen Schweinfurt mit heftiger Gegenwehr.

Für Sebastian Pynappel ist es nicht die erste Finalrunde der Deutschen Meisterschaften im Faustball. Der Voerder Spielertrainer ist bereits das dritte Mal in seiner Doppelfunktion in die Endrunde eingezogen. Seinen Standpunkt hat er aber nie verändert: Von Spiel zu Spiel denken.

„Unser Ziel war es bis hierhin zu kommen, und jetzt müssen wir wieder klein anfangen“, sagt Pynappel. Dies ist gar nicht so leicht, hat der TV Voerde im vergangenen Jahr nicht weniger als die Vizemeisterschaft geholt. „Wir wissen alle, dass gerade gegen den TSV Pfungstadt ein Halbfinale in diesem Jahr ganz anders laufen würde“, meint Pynappel. Der Grund dafür ist der wohl momentan beste Angreifer der Welt, Patrick Thomas, der im vergangenen Jahr an einer Verletzung laborierte, in diesem Jahr aber voll im Saft steht. Mit dem Halbfinale will sich Pynappel sowieso erst dann beschäftigen, wenn es wirklich dazu kommen sollte. Ihm bereitet momentan der TV Schweinfurt-Oberndorf mehr Sorgen. „Wir haben in den vergangenen zwei Jahren gegen Schweinfurt immer 3:0 gewonnen. Schweinfurts Star Fabian Sagstetter ist diese Saison richtig gut drauf. Der Nationalspieler auf der Mittelposition ist wirklich Weltklasse. Ich glaube, Schweinfurt ist verdammt heiß, den Spieß gegen uns mal umzudrehen. Wir müssen höllisch aufpassen“, sagt Pynappel.

Die Voerder reisten reitag nach Ahlhorn, wo in diesem Jahr die Deutsche Meisterschaft ausgetragen wird. Um den Spielrhythmus aus der Feldsaison nicht abreißen zu lassen, testete Voerde gegen Bundesliga-Absteiger Leichlinger TV und gegen den Ligakontrahenten TSV Hagen 1860. „Die Ergebnisse waren nicht so wichtig, vielmehr ging es darum, ein wenig Spielpraxis zu bekommen. Die Ligaspiele sind ja schon etwas her“, erklärt Pynappel. Der TVV kann mit voller Stärke und ohne Verletzungssorgen in Ahlhorn auflaufen. Für den Spielertrainer ist schon das Erreichen der Endrunde etwas ganz Besonderes. „Ich bin damals vom TSV Bayer 04 Leverkusen nach Voerde gekommen, um noch etwas erste Bundesliga zu spielen. Was sich dann beim TV Voerde mit den jungen Spielern entwickelt hat, ist einfach unglaublich. Dass wir jetzt schon zum dritten Mal in Folge in der Endrunde stehen, ist schon unheimlich stark“, meint Pynappel.

Es sind nur sehr schwere Aufgaben, die Voerde lösen muss. Das war vor einem Jahr in Moslesfehn aber nicht wesentlich anders, am Ende holten die Voerder damals Silber. Auch in diesem Jahr werden die Männer vom Niederrhein alles in ihre Spiele hineinlegen und das tun, was sie am besten können: Von Spiel zu Spiel denken und in jeden Ballwechsel mit Herzblut gehen.

(tut)
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