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Fußball: Ex-Trainer Janßen bringt noch drei ehemalige Hiesfelder mit

Fußball : Ex-Trainer Janßen bringt noch drei ehemalige Hiesfelder mit

TV Jahn Hiesfeld trifft im Heimspiel gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen auf viele alte Bekannte.

Die Partie zwischen dem TV Jahn Hiesfeld und dem ETB Schwarz-Weiß Essen wird zu einem großen Wiedersehen. Mit dem Ex-Trainer Stefan Janßen sowie den Spielern Maik Noldes, Alexander Baudisch und Yunus Yildiz kehren nicht nur alte Bekannte an ihre ehemalige Wirkungsstätte zurück, auch die Hiesfelder Mo Najdi und Pascal Spors besitzen eine Essener Vergangenheit. Und noch jemand kennt sich beim ETB aus, der jetzt bei den "Veilchen" die Verantwortung trägt: Coach Jörg Vollack stürmte in der Saison 1991/92 in der damaligen dritten Liga für die Schwarz-Weißen.

Besonders für Janßen wird das Gastspiel in Hiesfeld keins wie jedes andere. "Man ist den Weg konsequent weitergegangen, den wir damals eingeschlagen haben. Wie sich der Verein entwickelt hat und jetzt personell dasteht, ist toll. Hiesfeld gehört zu den Top Fünf der Oberliga, aber wie jeder weiß, bin ich sehr ehrgeizig und werde in den 90 Minuten versuchen, meine alten Freunde zu ärgern", sagt Janßen, der Noldes und Baudisch von Beginn an bringen wird: "Vielleicht rutscht aber auch Yunus noch rein."

Die Essener sehen sich als Außenseiter und wollen davon profitieren, dass die Erwartungen nicht besonders hoch sind. "Das heißt aber nicht, dass wir Geschenke verteilen. Ich kenne die Hiesfelder Mannschaft in- und auswendig und habe schon eine Idee, wie man sie packen kann. Wir haben mehrere Mittel, sie richtig zu ärgern. Aber es ist auch klar, dass wir schon einen richtig guten Tag benötigen, um dort etwas mitzunehmen", meint Janßen.

Seine Taktik will er nicht verraten, doch sein Pendant Vollack vermutet, dass die Essener aus einer gesicherten Defensive auf Konter spielen werden: "ETB macht sicherlich auch ein bisschen auf Understatement. Es sind schon ein paar gute Jungs in ihren Reihen wie die beiden Ketsatis, Manske oder Schulitz, auf die wir aufpassen müssen. Aber wir brauchen uns bestimmt auch nicht vor Essen zu verstecken und wenn wir 100 Prozent abrufen, haben wir gute Chancen, die Punkte behalten zu können."

Neben dem dritten Sieg in der Meisterschaft in Serie wünscht sich Vollack außerdem, dass seine Elf wieder sicherer kombiniert und mehr Ruhe bei Ballbesitz ausstrahlt. "Die Jungs müssen kapieren, erst läuferisch und kämpferisch dagegenzuhalten, danach können sie fußballerisch glänzen", meint Vollack, der bei der Besetzung der Torhüterposition die Qual der Wahl hat: Sören Stauder, die eigentliche Nummer eins, meldet sich nach seiner Verletzung wieder fit, aber auch Kevin Hillebrand überzeugte als dessen Vertreter und war der Garant dafür, dass der TV Jahn zuletzt 1:0 in Kapellen siegte: "Egal, welche Entscheidung ich treffe – derjenige, der auf die Bank muss, wird sie nicht verstehen."

Sicher ist, dass Najdi nach abgessener Sperre in die Startelf rückt, während Fabian Gombarek wegen seiner Roten Karte im Pokal für vier Spiele fehlen wird. Den verletzungsbedingten Ausfall Danny Rankls bedauert sogar der gegnerische Trainer Janßen: "Er ist vielleicht der beste Stürmer der Liga und ich bin mir sicher, dass er wieder seine 15 bis 20 Tore machen wird."

(gaa)