Fußball Erst Vollacks Weckruf sorgt für die Wende

Dinslaken-Hiesfeld · Jahn Hiesfeld gewinnt nach einem Rückstand noch mit 3:1 gegen denTuS Bösinghoven. Dennis Hecht trifft doppelt, außerdem Pascal Spors.

 Dennis Hecht lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und trifft mit einem Lupfer über Torwart Christoph Strauß zum Ausgleich. Es war der Start zur Aufholjagd des TV Jahn gegen Bösinghoven.

Dennis Hecht lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und trifft mit einem Lupfer über Torwart Christoph Strauß zum Ausgleich. Es war der Start zur Aufholjagd des TV Jahn gegen Bösinghoven.

Foto: martin büttner

Mit seiner Mannschaftsaufstellung bewies Coach Jörg Vollack Mut. Er ließ die sonstigen Reservisten Kevin Völler stürmen, Alexander Schreier verteidigen und beförderte auch den jungen Marco Horstkamp wegen engagierter Trainingsleistungen in die Startelf.

Nach den zuletzt durchwachsenen Vorstellungen schien das Motto "Wenn nicht jetzt, wann dann?" zu lauten, aber Vollack wollte auch ein Zeichen setzen, dass sich das Stammpersonal wieder mehr strecken muss, um berechtigerweise von Beginn an aufzulaufen. Die Umstellungen des TV Jahn Hiesfeld sollten in der Partie gegen den TuS Bösinghoven aber erst nach der Pause den gewünschten Erfolg bringen, denn beim 3:1 (0:1)-Sieg taten sich die "Veilchen" im ersten Abschnitt erneut sehr schwer.

Die Hiesfelder finden derzeit im Aufbau gegen einen kompakten Gegner kein adäquates Mittel, ihn auszuspielen. "Mit der kämpferischen Einstellung war ich zufrieden, aber darüber wird in dieser Woche wieder zu reden sein", kündigte der Coach an, dessen Team in der ersten Hälfte so wieder auf lange Bälle zurückgriff, die keine Bedrohung für die Gäste darstellten. Auch die eigenen Standardsituationen wurden schwach ausgeführt und dadurch zu einer Gefahr, da Bösinghoven konterte.

Der Ex-Hiesfelder Maik Noldes hätte bei einer besseren Ballannahme schon für die Führung sorgen können, die er aber dann in der 33. Minute als rechter Außenverteidiger besorgte. Beim TV Jahn kam Danny Rankl nach Horstkamp-Pass einmal zum Abschluss, scheiterte jedoch an Torwart Christoph Strauß.

"Zurzeit brauchen wir immer erst ein Signal, um es besser zu machen. Entweder ist es die Ansprache des Trainers in der Pause, oder eine Auswechslung", erklärte Vollack, warum es im zweiten Abschnitt im Spiel nach vorne wesentlich ansehnlicher wurde. Er brachte Pascal Spors und dann auch Fabian Gombarek, was sich auszahlte: Gombarek passte steil in die Spitze und Dennis Hecht traf mit einem Lupfer zum Ausgleich (65.). Als kurz darauf Pierre Jimenez-Luksch mit Gelb-Rot vom Platz flog, war es für Bösinghovens Trainer Werner Wildhagen der entscheidende Grund, weshalb seine Truppe das Spiel aus der Hand gab. "Über den Platzverweis lässt sich streiten", meinte der Coach, der bei dem zweiten Hiesfelder Tor durch Pascal Spors auch noch Abseits gesehen haben wollte (70.). Beim 3:1, wiederum durch Hecht nach einem Querpass von Rankl, hatte sich der TuS in Unterzahl bereits aufgegeben (86.). "Bei der Cleverness und Erfahrung der Hiesfelder ist es dann auch schwer, noch einmal das Spiel zu drehen", meinte Wildhagen.

TV Jahn Hiesfeld: Hillebrand; Schreier (54. Gombarek), Borutzki, Corvers, Schoof, Rademacher, Yolasan, Horstkamp (46. Spors), Hecht, Völler (79. Tißen), Rankl.

(gaa)
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