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Lokalsport: Endstation Viertelfinale für die Kobras

Lokalsport : Endstation Viertelfinale für die Kobras

Eishockey: Die Bären Neuwied waren im Viertelfinale der Play-offs zu stark für den Dinslakener Regionalligisten. Im vierten Spiel setzte es auf eigenem Eis eine 3:7-Niederlage. Trotzdem war es nach schwachem Start eine gute Saison.

Die Dinslaken Kobras brauchten sich nicht zu grämen. Nach einer in Folge der Startschwierigkeiten beachtlichen Saison in der Eishockey-Regionalliga lieferte die Mannschaft den Bären Neuwied einen harten Kampf, musste sich aber nach vier Spielen und einem 3:7 (0:1,2:3, 1:3) zum Abschluss dem Favoriten im Play-off-Viertelfinale doch beugen.

Die Gäste übernahmen von Anfang an die Initiative und waren bereits in der fünften Minute dem ersten Treffer sehr nahe, doch Kobras-Torhüter Marvin Frenzel konnte den bereits an ihm vorbeigeglittenen Puck gerade eben noch mit dem Stock von der Linie kratzen. In der achten Minute gingen die Bären dann aber in Führung, als Stephan Fröhlich eine Vorlage des überragenden Michael Jamieson, der an fünf der sieben Tore beteiligt war, in die rechte Ecke versenkte. In der 19. Minute trafen die Gäste zum vermeintlichen 2:0 und jubelten bereits, doch der Schiedsrichter verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Kevin Wilson schaltete schnell, doch er scheiterte bei seinem Konter an Gäste-Keeper Felix Köllejan.

Im zweiten Drittel blieben die Neuwieder das spielbestimmende Team und legten in der 26. und 31. Minute das zweite und dritte Tor nach. Wenig später lief dann aber Dominick Spazier alleine auf das Gäste-Tor zu und wurde unsanft von den Beinen geholt. Ein Penalty blieb zwar aus, doch die Kobras nutzten die folgende Überzahl durch Kapitän Sven Linda zum Anschlusstreffer. Die Gastgeber hatten nun Blut geleckt und fuhren zahlreiche Angriffe, die sie durch einen Distanzschuss von Tom Giesen in der 35. Minute mit dem 2:3 belohnten. Nun keimte aufseiten der Hausherren wieder Hoffnung auf, doch nur zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer stellte Neuwied den alten Abstand wieder her.

Im Schlussdrittel rissen die Gäste das Spiel wieder an sich und kamen aus dem Gewühl heraus in der 44. Minute zum 5:2. Zwei Minuten später traf Wilson nach guter Vorarbeit von Mark Essery zum 3:5 aus Kobras-Sicht, doch das sollte der letzte Dinslakener Treffer des Abends sein. Essery holte sich knapp zehn Minuten vor dem Ende noch eine Spieldauerstrafe ab, nachdem er zunächst den Schiedsrichter beschimpft hatte und nach der dafür verhängten Zehn-Minuten-Strafe auf der Strafbank immer noch weiter meckerte. Danach setzten die Gäste in der 53. Minute den Schlusspunkt und wurden von ihren recht zahlreich mitgereisten Fans lautstark bejubelt.

"Wir haben versucht, das Niveau in den Play-offs hoch zu halten. Wir hatten aber viele Verletzte und Kranke. Wenn wir komplett gewesen wären, wäre es vielleicht noch anders gelaufen, aber das müssen wir akzeptieren", sagte Kobras-Trainer Krystian Sikorski. "Ich bin mit der Saison sehr zufrieden, wenn man betrachtet, was wir im Vergleich zu anderen Vereinen für Möglichkeiten haben. Wir schauen nach vorne, was wir für die nächste Saison tun können. Dankeschön an alle!", zog der Coach ein positives Fazit der nun abgelaufenen Spielzeit.

(RP)