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Endspurt für MTV Rheinwacht Dinslaken in Handball-Regionalliga

Handball : MTV Rheinwacht Dinslaken steht vor einem schwierigen Endspurt

Der Spitzenreiter der Regionalliga biegt allmählich auf die Zielgerade der Saison ab. Acht Spiele muss die Mannschaft noch bestreiten. Am Ende soll der Aufstieg stehen. Ein Überblick über die letzten acht Gegner.

Es klingt kurios, aber vor dem Erfolg im Top-Spiel bei der SG Ratingen hätte der Handball-Regionalligist MTV Rheinwacht Dinslaken rein rechnerisch sogar noch absteigen können. Den Klassenerhalt hat der Spitzenreiter nach dem umjubelten Sieg nun aber sicher. Zeit also, sich neuen Zielen zuzuwenden. Trainer Harald Jakobs und seine Spieler machen keinen Hehl mehr daraus, dass sie die Spitzenposition bei aktuell vier Zählern Vorsprung auf den TuS Opladen und die SG Ratingen bis zum Saisonende auch verteidigen wollen. Jede der verbleibenden acht Partien soll dabei wie ein Endspiel angegangen werden. Ein Blick auf das knifflige Restprogramm des Tabellenführers.

TV Jahn Köln-Wahn (Sonntag, 10. März, 11.15 Uhr, Heim). Im Hinspiel in Köln zeigten die Dinslakener, die ohne ihren verhinderten Kreisläufer Dennis Backhaus auskommen mussten, eine der schlechtesten Saisonleistungen, setzten sich erst in den letzten Minuten entscheidend ab und gewannen mit 31:27. Vorsicht ist auf jeden Fall geboten, denn das Team von Olaf Mast musste in der Partie Mitte Oktober ohne ihren besten Werfer Alexander Senden auskommen, hat seitdem aber schon für einige Überraschungen gesorgt. Vor heimischem Publikum wäre für den MTV trotzdem alles andere als ein Sieg eine Enttäuschung.

VfB Homberg (Freitag, 15. März, auswärts). Die von Achim Schürmann gecoachte Mannschaft spielt bislang keine gute Saison und steckt noch im Abstiegskampf. Gerade vor heimischem Publikum wird der VfB also sehr motiviert sein. Die Tatsache, dass Homberg das Hinspiel beim 30:27 für den MTV lange ausgeglichen gestalten konnte, wird dem Gegner Mut für das erneute Duell machen. Zeigt der MTV aber eine ordentliche Leistung, sollte auch die Hürde Homberg zu nehmen sein.

TuS Opladen (Sonntag, 24. März, 11.15 Uhr, Heim). Ein Vergleich, der schon vorentscheidende Bedeutung haben könnte. Löst der MTV die vorherigen Aufgaben und schlägt dann auch noch den Verfolger, sollten die Leverkusener endgültig distanziert sein. Doch die Punkte in der Douvermannhalle zu halten, wird ein schwieriges Unterfangen. Im Hinspiel bei den heimstarken Opladenern kassierte der MTV mit dem 25:33 die höchste Saisonniederlage. Bis zum 20:20 (42.) war der Gast dank einer starken Leistung ebenbürtig, dann kam der TuS richtig ins Rollen und fuhr einen klaren Sieg ein. Was Mut macht: Auswärts präsentiert sich der Tabellenzweite deutlich weniger stabil als in der heimischen Bielerthalle.

TSV Bonn (Samstag, 30. März, 19.30 Uhr, auswärts). Den ersten Vergleich haben die Dinslakener noch in bester Erinnerung, weil der 31:30-Erfolg in der Douvermannhalle die Herbstmeisterschaft bedeutete. Die Bonner haben sich mittlerweile aus dem Titelrennen verabschiedet und im neuen Jahr viele durchwachsene Auftritte gezeigt. Trotzdem muss der MTV gewarnt sein. Die Qualität, Dinslaken zu ärgern, hat die TSV allemal.

DJK Adler Königshof (Sonntag, 7. April, 11.15 Uhr, Heim). Beim damaligen Schlusslicht aus Krefeld mussten die Dinslakener im November die bisher einzige Niederlage hinnehmen, die in die Kategorie „völlig unnötig“ fällt. Wiedergutmachung ist also angesagt, auf die leichte Schulter nehmen darf der MTV die DJK auf keinen Fall. Die Adler haben sich im Winter noch einmal verstärkt und mittlerweile im Abstiegskampf wieder deutlich bessere Karten. Daran hat sicher auch der neue Trainer seinen Anteil, der im April wohl aufpassen muss, nicht in die falsche Kabine zu laufen. Marius Timofte war schließlich fast zwei Jahrzehnte lang Spielertrainer in Dinslaken und hat auch deshalb sicher eine Idee, wie der MTV zu ärgern ist.

HSG Siebengebirge (Samstag, 13. April, 18 Uhr, auswärts). Noch schwieriger zu lösen dürfte diese Aufgabe sein. Die HSG wäre schon in der Hinrunde fast zum Stolperstein geworden, hat sich im Laufe der Saison aber deutlich gesteigert und scheint in Sachen Klassenerhalt auf einem guten Weg zu sein. Zuletzt gelang zu Hause sogar ein 32:25-Erfolg gegen den TV Aldekerk. Auch dem TuS Opladen musste sich die HSG Siebengebirge in heimischer Halle nur hauchdünn geschlagen geben.

TuSEM Essen II (Sonntag, 28. April, 11.15 Uhr, Heim). Die Essener sind eine kleine Wundertüte, bei der die positiven Ergebnisse aber überwiegen. Nicht umsonst rangiert die Reserve des Zweitligisten mittlerweile auf dem vierten Rang. Besonders beeindruckend geriet die Vorstellung am 9. Februar, als die Essener dem TuS Opladen die bisher einzige Heimniederlage zufügten.

TSV Korschenbroich (Samstag, 4. Mai, 19.30 Uhr, auswärts). Der MTV sollte alles daran setzen, die Meisterschaft schon vor der letzten Begegnung beim TVK unter Dach und Fach zu haben. Sonst droht eine Zitterpartie. Neben den Dinslakenern sind die Korschenbroicher so etwas wie das Team der Stunde. Sie besiegten zuletzt Opladen und Bonn und leisteten mit dem Remis in Ratingen Schützenhilfe für den MTV. Ein weiteres Präsent am letzten Spieltag wird es für Dinslaken aber nicht geben. Der charakterstarke TVK lässt sich bestimmt nicht hängen.