Eishockey-Regionalligist Dinslaken Kobras verliert unglücklich mit 3:5.

Eishockey : Bittere Niederlage für Dinslaken Kobras

Zehn Minuten vor dem Ende führt der Regionalligist gegen den Herforder EV mit 3:1. Doch dann drehen die Gäste auf und verlassen noch mit einem 5:3-Erfolg das Eis. Trainer Milan Vanek ist enttäuscht, aber nicht unzufrieden.

Nassgeschwitzt, mit Badelatschen, einer Flasche Wasser und gesenktem Haupt betrat Benedikt Hüsken, Kapitän der Dinslakener Kobras, das Bistro der Eissporthalle. Gemeinsam mit seinem Trainer Milan Vanek stand der Verteidiger Rede und Antwort nach der 3:5 (1:1, 1:0, 1:4)-Niederlage gegen den Herforder EV. Während die Gästefans noch jubelnd durch die Halle liefen, waren die meisten Anhänger der Kobras schon im Bistro und ergründeten die Niederlage.

Die dünne Personaldecke war wohl einer der Hauptgründe, denn der Gastgeber bot über 50 Minuten eine gute Vorstellung und dominierte die Ost-Westfalen. Milan Vanek wusste die Partie kurz nach der Schlusssirene schon wieder ruhig und professionell einzuordnen: „Die Cleverness hat gesiegt. Wir haben noch eine sehr junge Mannschaft, aber die Jungs haben klasse gekämpft. Wir müssen jetzt nur die Köpfe schnell wieder hoch bekommen.“ Eine ähnliche Einschätzung gab auch Jeff Job, Trainer des Herforder EV, ab: „Wir wissen, immer, wenn es gegen Dinslaken geht, dann wird das ein harter Kampf. Auch heute haben die Kobras uns wieder alles abverlangt.“

Den besseren Start erwischte der Gastgeber. Nach knapp acht Minuten ertönte das erste Mal die Torsirene. Angreifer Joey Menzel hatte sich die Scheibe in der eigenen Hälfte erobert, stürmte blitzschnell nach vorne und zog schon kurz nach der blauen Linie ab. Der Puck schlug unhaltbar im Tor ein (8.). Die Kobras spielten weiter ordentlich nach vorne und hatten mit Dennis Kohl einen überragenden Keeper zwischen den Pfosten. Der Goalie bekam von Vanek nach dem Spiel ein Sonderlob: „Dennis ist angeschlagen ins Spiel gegangen. Was er geleistet hat, war richtig stark.“ Den Ausgleich konnte aber auch Kohl nicht verhindern. Eine Minute vor Ende des ersten Drittels erzielte Fabian Staudt das 1:1 (19.).

Während sich auf dem Eis die Akteure duellierten, lieferten sich auch die beiden Fan-Lager auf der Tribüne einen Gesang-Wettstreit. Nach dem Wiederanpfiff dauerte es nicht lange, ehe Pascal Behlau in Überzahl für die 2:1-Führung sorgte (27.). Das 3:1 wollte aber nicht fallen. Ob Jesse Parker oder Philipp Heffler, gute Möglichkeiten wurden vergeben. Wie schon in den ersten beiden Abschnitten, gelang den Kobras auch im letzten Drittel der erste Treffer. Joey Menzel stand richtig und verwertete einen Abpraller zum 3:1 (44.).

Zehn Minuten vor dem Ende gelang Herford in Überzahl aber der Anschlusstreffer durch Fabian Staudt (50.). Hallensprecher Olav Hamann hatte das Tor gerade erst verkündet, da jubelten die Herforder erneut. Killian Hutt traf zum 3:3 (51.) und ließ die Gäste wieder hoffen. 80 Sekunden vor dem Ende kam es dann besonders dicke, als Herfords Benjamin Skinner die 4:3-Führung erzielte (59.). Auch wenn da noch viele an einen möglichen Ausgleich der Kobras glaubten, so wurde dieser Traum 27 Sekunden später zerstört, als Nils Bohle auf 5:3 für die Gäste erhöhte (60.). Da brachte auch die Maßnahme, Dennis Kohl durch einen Feldspieler zu ersetzen, nichts mehr. 60 Minuten harte Arbeit ohne Lohn.

Tore: Dinslaken: Menzel (2), Behlau; Herford: Staudt (2), Hutt, Skinner, Bohle. Strafminuten: Dinslaken 14, Herford 10. Zuschauer: 162.

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