Eishockey-Regionalligist Dinslaken Kobras verliert mit 4:7.

Eishockey : Dinslaken Kobras unterliegen verdient

Der Regionalligist ist bei der 4:7-Niederlage gegen die Bären Neuwied trotz aufopferungsvollen Kampfes klar das schwächere Team. Beide Trainer hadern nach der Begegnung mit der Leistung der Schiedsrichter.

Während einige Dinslakener Zuschauer die Eissporthalle schon zwei Minuten vor der Schlusssirene mit langen Gesichtern verließen, feierten die Anhänger der Bären Neuwied den bereits feststehenden Erfolg ihrer Mannschaft mit Trommeln und Gesängen. Die Gäste waren mit zahlreichen Anhängern nach Dinslaken gekommen und machten das Auswärts- zu einem Heimspiel.

 Die Dinslakener Kobras kämpften über 60 Minuten zwar aufopferungsvoll, mussten sich den Bären Neuwied aber dennoch mit 4:7 (1:3, 1:2, 2:2) geschlagen geben. In einer sehr ruppigen Partie erwischten die Gäste den besseren Start. Nach einem Penalty-Tor von Stephan Fröhlich (10.), erhöhten seine Mannschaftskollegen Maximilian Wasser (12.) und Martin Brabec (13.) schnell auf 3:0.

In der 13. Minute gab es aber nicht nur Brabecs Treffer, sondern auch einen kleinen Faustkampf zwischen Dinslakens Joey Menzel und Neuwieds Peter Müller. Nach einigen Sekunden traten beiden Akteure unter lauten „Zugabe“-Rufen von der Tribüne den Gang auf die Strafbank an. Drei Minuten später ein erstes Lebenszeichen des Gastgebers durch Stefan Dreyer, der auf 1:3 verkürzte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs folgte aber wieder ein schnelles Tor der Gäste. Torschütze für Neuwied war erneut Brabec (23.). Nach einem weiteren Treffer der Bären durch Michael Jamieson (31.), gelang Dinslakens Verteidiger Moritz Hofschen ebenfalls ein Tor. Von großer Hoffnung aber noch keine Spur in der Dinslakener Eishalle. Denn auch im dritten Durchgang erzielten die Gäste ihr frühes Tor. Und wieder war es Brabec (44.), der seinen dritten Treffer markierte. Nach dem Doppelschlag von Benedikt Hüsken (46.) und Philipp Heffler (46.) kam beim 4:6 noch einmal Stimmung unter den Dinslakener Anhängern auf. Die Ernüchterung kam aber 120 Sekunden vor dem Ende durch das 7:4 von Neuwieds Jamieson.

Dinslakens Trainer Milan Vanek sprach bei der Pressekonferenz Klartext: „Ich kann Neuwied nur gratulieren. Das Team hat verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat bis zum Schluss gekämpft. Aber eines muss mal gesagt werden. Die Schiedsrichterleistung war miserabel.“ Sein Gegenüber Carsten Billigmann pflichtete ihm bei: „Was die haben durchgehen lassen, war Wahnsinn. Da muss man kurz vor den Play-Offs auch mal an die Gesundheit der Spieler denken.“

Tore: 0:1 Fröhlich (10.), 0:2 Wasser (12.), 0:3 Brabec (13.), 1:3 Dreyer (16.), 1:4 Brabec (23.), 1:5 Jamieson (31.), 2:5 Hofschen (37.), 2:6 Brabec (44.), 3:6 Hüsken (46.), 4:6 Heffler (46.), 4:7 Jamieson (58.). Strafminuten: Dinslaken 22, Neuwied 44.

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