Eishockey: Play-off-Duell zwischen Dinslaken Kobras und Bären Neuwied

Eishockey : Dinslaken Kobras träumen vom Halbfinal-Einzug

Der Regionalligist könnte mit zwei Siegen im Play-off-Viertelfinale gegen Neuwied den Einzug in die Runde der letzten Vier perfekt machen. Die Dinslakener setzen auf ihre starken Torjäger Jesse Parker und Andrew Harrison.

Das ganze Jahr über haben Trainer Milan Vanek und seine Mannschaft geschuftet, um sich für die Play-offs der Eishockey-Regionalliga zu qualifizieren. Wie in der vergangenen Saison treffen die Dinslaken Kobras im Viertelfinale auch in dieser Saison auf die Bären Neuwied. Im Vergleich zur vorigen Spielzeit gibt es weitere Parallelen, denn auch damals stand es nach zwei Spielen 1:1. Der Unterschied zu 2018 ist die positive spielerische Entwicklung auf Seiten der Kobras. Während das Team im vergangenen Jahr noch krasser Außenseiter war, ist es in dieser Saison ein ernstzunehmender Gegner.

In der Best-of-Five-Serie naht die Entscheidung: Spiel drei steigt am heutigen Freitag um 20 Uhr im Icehouse Neuwied, ehe die Dinslakener dann am Sonntag um 19 Uhr Gastgeber sind.

Andrew Harrison (Mitte) traf in den Play-offs bisher dreimal. Foto: Markus Joosten. Foto: FUNKE Foto Services/Markus Joosten

Der bisherige Erfolg hängt nicht zuletzt auch an dem kanadischen Zuwachs im Kader der Kobras ab. Mit Andrew Harrison vom dänischen Zweitligisten Jutland Vikings und Jesse Parker vom schwedischen Viertligisten Nynäshamns IF konnten die Kobras zwei sehr wichtige Spieler für sich gewinnen. Während Parker schon seit Beginn der Saison für die Dinslakener aufs Eis geht, wurde Harrison erst nach dem Abgang von Michal Plichta verpflichtet. Parker hat sich zum absoluten Leistungsträger entwickelt und ist mit 79 Punkten (25 Tore, 54 Vorlagen) der Top-Scorer. Harrison hat erst 23 Spiele (17 Tore, 12 Vorlagen) absolviert, konnte aber ebenfalls schon überzeugen. Besonders in den Play-offs läuft der 31-Jährige richtig heiß. In den bisherigen zwei Aufeinandertreffen mit den Bären aus Neuwied hat der Angreifer schon dreimal getroffen und ein Tor vorbereitet. Parker traf beim 7:4-Sieg am vergangenen Sonntag zweimal.

Selbstverständlich brauchen die Dinslakener weit mehr als nur die beiden. Bester Torschütze der Kobras ist derzeit Philipp Heffler mit 31 Treffern aus 36 Spielen.

In guter Verfassung war zuletzt auch Stefan Dreyer, der gegen Neuwied zweimal selber traf und drei Tore auflegte. Zudem überzeugte Torhüter Marvin Frenzel zwischen den Pfosten. „Wir müssen jetzt alle voll da sein. Das fängt beim Torwart an und hört dann bei mir auf. Wir arbeiten im Training sehr hart an uns und haben uns wirklich gut entwickelt. Das müssen die Jungs jetzt auch bestätigen“, sagt Kobras-Coach Milan Vanek.

Die Best-of-Five-Serie könnte an diesem Wochenende auch schon vorbei sein. Gewinnt aber jede Mannschaft jeweils eine Begegnung, käme es zu einem Entscheidungs-Duell. Dieses würde dann am kommenden Dienstag um 20 Uhr im Icehouse Neuwied steigen.

Der Dinslakener Trainer hat da schon so eine Vorahnung. „Ich denke, es wird an diesem Wochenende entschieden. Ich glaube nicht, dass es ein fünftes Spiel geben wird“, sagt Vanek.

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