Eishockey: Dinslaken Kobras zeigen zwei Gesichter

Eishockey : Dinslaken Kobras haben noch viel Luft nach oben

Bei der 0:5-Niederlage auf eigenem Eis im Testspiel gegen die Devils Nijmegen zeigt der Regionalligist eine sehr schwache Leistung. Einen Tag später setzen sich die Dinslakener gegen den gleichen Gegner mit 8:4 durch.

Das hatten sich die Dinslaken Kobras anders vorgestellt. Mit 0:5 (0:1; 0:2; 0:2) unterlag der Eishockey-Regionalligist auf eigenem Eis dem BeNe-Ligisten Devils Nijmegen. Einen Tag später gelang der Mannschaft von Trainer Milan Vanek mit einem 8:4 (3:0, 2:2, 3:2) in den Niederlanden immerhin die Revanche.

Von Beginn an zeigten die Gäste am Freitag in Dinslaken, dass sie nichts zu verschenken hatten, agierten schnell, körperlich, fair und zwangen den Kobras ihr Spiel auf. Bereits nach knapp einer Minute hätte es 0:1 stehen können, doch Dennis Kohl im Tor konnte den Angriff entschärfen. Dennoch gehörten die ersten fünf Spielminuten den Kobras, jedoch ohne dass dabei zwingende Chancen heraussprangen.

Danach übernahmen die Devils die Regie und erarbeiteten sich die klareren Chancen. Die Kobras konnten in keiner Disziplin mehr mithalten. Bei Schnelligkeit, Durchsetzungsvermögen und spielerischer Qualität waren sie dem Gegner unterlegen. Der Spielaufbau war zerfahren und bei vielen Entscheidungen wurde jeweils die falsche gewählt.

Eine Chance hatte Henrik Müller (14.), aber er scheiterte am Lattenkreuz. Nur eine Minute später folgte der erste Treffer der Niederländer. Noch war eine Wende möglich, hätte Dominick Spazier (18.) nicht nur den Pfosten getroffen. Das zweite Drittel knüpfte nahtlos an das erste an. Die Devils waren eine Klasse besser und die Kobras schafften es nicht, sich dagegen aufzubäumen.

Ihr zerfahrenes Spiel wurde durch immer wieder aufkommende Scharmützel mit dem Gegner noch schlechter. Auch der Torwartwechsel nach dem 0:3 zeigte keine Wirkung, obwohl Lucas Eckardt einen starken Einstand gab.

Der Ablauf des letzten Drittels glich dem Mittelabschnitt wie eine Blaupause – mit zwei weiteren Toren für die Gäste. Kobras-Coach Milan Vanek war am Ende enttäuscht: „Nach diesem katastrophalen Auftritt werde ich mit den Jungs reden und eine Analyse durchführen.“ Die Folge war eine 8:4-Revanche seiner Mannschaft tags darauf im Triavium zu Nijmegen. „Wir waren agil, häufig als Erste an der Scheibe, haben Chancen kreiert und ein gutes Über- und Unterzahl gespielt“, so Vanek. „Wenn wir so am Freitag gespielt hätten, hätten wir bestimmt nicht verloren. Vergleicht man die beiden Begegnungen, war das ein Unterschied wie Tag und Nacht.“

Wie ausgewechselt spielten die Dinslakener. Zwar kassierten sie einmal mehr ein Gegentor bei eigener Überzahl, dafür waren sie aber auch gleich fünfmal bei numerischer Überlegenheit erfolgreich. Den Anfang machte Stefan Dreyer (5.), Dennis Appelhans legte vier Minuten später nach. 38 Sekunden vor Ende des ersten Spielabschnitts erzielte er das 3:0. Außerdem trafen Appelhans, Dreyer, Heffler (2) und Schiefner. Marvin Frenzel und Lucas Eckardt hinterließen im Tor erneut einen starken Eindruck. Das nächste Testspiel der Kobras steigt am kommenden Sonntag um 19 Uhr gegen die Uniflyers Heerenveen.

(RP)
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