Eishockey: Dinslaken Kobras verlieren erstes Play-off-Spiel

Eishockey : Dinslaken Kobras starten mit einer Niederlage in die Play-offs

Der Regionalligist verliert das erste Viertelfinal-Spiel bei den Neuwieder Bären mit 3:4.

Im Kampf um den Einzug ins Play-off-Halbfinale der Eishockey-Regionalliga West unterlagen die Dinslaken Kobras im ersten von maximal fünf Spielen bei den Neuwieder Bären denkbar knapp mit 3:4 (2:2; 0:2; 1:0). „Je länger wir es schaffen, das 0:0 zu halten, desto größer sind die Chancen, dass die favorisierten Gastgeber nervös werden“, sagte der trotz Verletzung mitgereiste Flügelstürmer Dominick Spazier. Nach 49 Sekunden war dieses Vorhaben schon Makulatur. Michael Jamieson konnte einen Schuss in den linken oberen Winkel absetzen – Neuwied ging früh in Führung.

Bei Treffer Nummer zwei nutzten die Bären eine 5:4-Überzahlsituation. Erneut Michael Jamieson überwand den ansonsten glänzend aufgelegten Dinslakener Torhüter Marvin Frenzel zum 2:0. Doch die Kobras schlugen zurück. Als sich die Bären in der siebten Minute im Angriff befanden, luchste Jesse Parker seinem Gegenspieler den Puck ab, sah auf Linksaußenposition Stefan Dreyer, der Neuwieds Keeper Felix Köllejan bei seinem Schuss unter die Latte keine Chance ließ. Und als in der 14. Minute jeweils ein Akteur beider Mannschaften die Strafbank drückte, war es Stefan Dreyer, der nach feinem Zuspiel von Pascal Behlau den Ausgleich erzielte.

In der 25. Minute ließen die Dinslakener eine vielversprechende Chance liegen, im Gegenzug mündete ein Konter in einen Alleingang von Michael Jamieson, der allerdings in Marvin Frenzel seinen Meister fand. Aber die Scheibe wurde noch im eigenen Verteidigungsdrittel vertändelt, so dass Michael Jamieson seine zweite Chance bekam, die er zur 3:2-Führung nutzte. Die Gäste zeigten sich geschockt, was Neuwied nur 51 Sekunden später zu Treffer Nummer vier durch Dennis Appelhans nutzte.

Im letzten Schlussabschnitt lief den Kobras die Zeit mehr und mehr davon. Gleichzeitig schwand bei den mitgereisten Fans die Hoffnung, dass ihre Mannschaft das Spiel noch drehen könnte. Nach 58:45 Minuten standen sie jedoch wieder geschlossen hinter ihrem Team. Grund war das Anschlusstor durch Andrew Harrison. Ein weiterer Treffer sollte den Kobras allerdings nicht mehr gelingen. Im Gegenteil: Bei Schüssen der Bären auf das verwaiste Dinslakener Gehäuse strich der Puck mehrmals nur um Zentimeter am Pfosten vorbei.

„Wir haben das Spiel durch individuelle Fehler und durch zu viele Strafzeiten verloren. Wenn du am Ende 16 Strafminuten auf dem Konto hast, ist es sehr schwer, gegen Neuwied zu gewinnen“, sagte Coach Milan Vanek.

Tore: Neuwied: Jamieson (3), Appelhans; Dinslaken: Dreyer (2), Harrison. Strafminuten: Neuwied 10, Dinslaken 16.

(RP)
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