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Handball: Eine Nummer zu groß für den MTV

Handball : Eine Nummer zu groß für den MTV

Bittere 26:39 (11:18)-Schlappe des Dinslakener Handball-Oberligisten zum Auftakt der Saison gegen die SG Ratingen. In der Anfangsphase vergab die Timofte-Sieben zu viele Chancen, während der Meisterschaftsfavorit seine nutzte.

Auf den harten Boden der Tatsachen wurde Handball-Oberligist MTV Rheinwacht Dinslaken gestern gleich zum Saisonauftakt zurückgeholt. Denn mit der SG Ratingen gastierte eine Mannschaft in der Halle an der Douvermannstraße, die sofort keinen Zweifel darüber aufkommen ließ, dass sie gewillt ist um die Meisterschaft mitzuspielen. Am Ende wurde es mit 26:39 (11:18) auch noch ein deprimierendes Ergebnis, weil "wir nicht gemerkt haben, dass die Zeit der Vorbereitung vorbei ist", wie sich MTV-Spielertrainer Marius Timofte hinterher ausdrückte.

Tatsächlich aber müssen sich die Dinslakener an anderen Mannschaften der Liga orientieren. Die mit Leuten aus der zweiten und dritten Liga gespickte Ratinger Truppe, die mit Richard Ratka zudem einen früheren Nationalspieler und Bundesligatrainer auf der Bank hat, war nämlich absolut kein Maßstab. Die Gäste glänzten nicht nur durch individuelle Klasse, sondern verfügen auch über eine sehr gut besetzte Bank und damit über jede Menge Alternativen. Angetrieben von ihrem überragenden Spielmacher Domenic Kasall nutzten sie sowohl ihre Chancen am Kreis – Damian Janus – trafen über Außen nach Belieben und waren auch im Rückraum stets gefährlich. Zudem stand mit dem Ex-Rheinhausener Jens Bothe, der unter anderem zwei Siebenmeter von Marius Timofte und Florian Körner entschärfte, ein Klassemann zwischen den Pfosten, der den Dinslakener früh den Zahn zog.

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Trotzdem haderte Marius Timofte mit der Chancenverwertung seiner Mannschaft: "Wir haben in der Abwehr ja ganz gut gestanden, doch im Angriff waren wir nicht in der Lage unsere wahren Fähigkeiten zu zeigen." Ausgenommen davon war zunächst Daniel Staub, der seine Gelegenheiten eiskalt nutzte, während Sebastian Brandscheid auf der anderen Seite selbst glasklare Möglichkeiten ausließ.

Und so kam, was kommen musste. Die Ratinger zogen schon in der Anfangsphase auf bis zu sechs Tore (3:9) davon. Dann brachten Michael Steffens und zweimal Staub die Gastgeber wieder auf drei Treffer heran, doch die SG zeigte sich unbeeindruckt und legte bis zum Seitenwechsel sieben Tore vor. Damit war die Partie vor guter Kulisse bereits vorentschieden.

Auch im zweiten Abschnitt hielten die Gäste den MTV sicher auf Distanz. Der versuchte es zeitweise mit zwei Kreisläufern – Michael Steffens und Ralph Willam – doch dafür nahm Ratingen Marius Timofte aus dem Spiel. So blieb nur Timoftes abschließendes Fazit: "Das war eine richtig gute Mannschaft. Die waren heute einfach besser als wir."

MTV Rheinwacht: Schneider, Grah (n.e.); Jankowski (3), A. Timofte, Brandscheid (2), Seesing, F. Steffens, Staub (6), M. Timofte (4/1), Willam (5), Höffner, M. Steffens (2), Körner (4).

(RP)