Lokalsport: Eine neue Herausforderung für den MTV

Lokalsport : Eine neue Herausforderung für den MTV

Die Nordrheinliga erfordert ein Umdenken beim Dinslakener Aufsteiger. Weitere Fahrten, höhere Kosten und ein erhöhter Trainingsaufwand. Jens Niehoff zu Adler Königshof. Dominik Köller und Floria Körner treten kürzer.

Das große Ziel ist erreicht. Der Aufstieg in die Regionalliga Nordrhein ist für den MTV Rheinwacht Dinslaken unter Dach und Fach. Wie der Name der Spielklasse sagt, ist dies eine Zusammensetzung aus den Handballverbänden Niederrhein und Mittelrhein. Die Liga wurde vor einigen Jahren zwischen die Oberliga und die dritte Liga geschoben, um den Leistungsunterschied zu regulieren. 2015 waren die Dinslakener zuletzt aus der vierthöchsten Spielklasse abgestiegen, drei Jahre später ist der MTV zurück.

Dass es als Aufsteiger in der neuen Spielklasse kein Zuckerschlecken wird, ist allen Beteiligten klar, doch neben dem höheren Leistungsniveau warten weitere Veränderungen auf Spieler und Verantwortliche. Denn die Reichweite der neuen Spielklasse ist um einiges höher als die in der Oberliga. Zwar trifft man mit Vereinen wie Aldekerk, den Wölfen Nordrhein in Rheinhausen oder Homberg auf alte Bekannte, darf nun aber auch den Mittelrhein bis runter ins Siebengebirge erkunden.

Doch nicht nur die äußeren Umstände ändern sich beim MTV, auch innerhalb der Mannschaft gibt es die eine oder andere Veränderung. Rechtsaußen Jens Niehoff wird den MTV nach nur einer Saison wieder in Richtung Krefeld verlassen. Der 27-Jährige hatte hinter Steffen Hahn einen schweren Stand und heuert beim künftigen Ligakonkurrenten Adler Königshof an.

Mit Dominik Köller und Florian Körner werden zwei Spieler künftig kürzertreten. Beide sind beruflich stark eingespannt und können den schon in der Oberliga enormen Trainingsaufwand nicht mehr leisten. "Wenn Not am Mann ist, haben die beiden sich aber bereiterklärt, auszuhelfen", sagt Obmann Heinz Buteweg.

Für Verstärkung ist aber schon gesorgt. Neben Kreisläufer Christoph Enders vom VfL Gladbeck wechselt Fabian Gorris, aktuell noch Haupttorschütze beim Ligarivalen HSG Wesel, nach der Saison zum MTV. Der Lehrer für Sport und Deutsch an einem Weseler Gymnasium war in der Jugend schon einmal für die Dinslakener am Ball und kehrt nun zurück. Im Tor will Buteweg ebenfalls noch nachlegen, um den Abgang von Dominik Köller zu kompensieren: "Wir wollen, wenn möglich, mit drei Torhütern in die Saison gehen. Es laufen schon Gespräche, aber ich kann noch keinen Vollzug melden." Buteweg ist aber noch auf der Suche nach einem Spieler für den rechten Rückraum: "Da halten wir natürlich immer nach guten Linkshändern Ausschau, aber die sind rar gesät."

In den erweiterten Kader der ersten Mannschaft rückt künftig auch Niklas de Lede. Der Rechtsaußen der zweiten Mannschaft hat in dieser Saison konstante Leistungen in der Landesliga gebracht und soll eine Chance erhalten.

Noch haben die Dinslakener aber zwei Spiele in der Oberliga zu absolvieren, und die will Trainer Harald Jakobs auch vernünftig bestreiten: "Wir fangen jetzt nicht an etwas abzuschenken, das wäre auch unfair den anderen Mannschaften gegenüber. Es werden aber sicher die Einsatzzeiten bei uns anders verteilt werden."

(RP)
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