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Fußball: Eine ganz einfache Analyse

Fußball : Eine ganz einfache Analyse

Jürgen "Männe" Koshofer ärgerte sich. Warum sollte er auch nicht? Schließlich lag seine Mannschaft mit 0:2 hinten, hatte nur noch zehn Leute auf dem Platz und spielte in der letzten Viertelstunde nicht gerade so, als sollte sich das noch ändern.

Doch das Möllener Urgestein, als Spieler auf der Außenbahn brandgefährlich und später als Obmann stets mitten im Geschehen und auch für die Verpflichtung der Spieler verantwortlich, hatte auch schnell erkannt, wo das Hauptübel der Mannschaft von Trainer Jörg Lieg lag.

Über die Flügel kam zu wenig, und in der Mitte verließ sich Glückauf nur auf Torjäger Hakan Gül, der aber in der frühen Phase der Saison einfach noch nicht in Schwung ist. Und Koshofer sah auch, dass auf der anderen Seite eine Einheit stand, eine Mannschaft, die als Team funktionierte und damit die Vorgaben des Trainers bis ins kleinste Detail umsetzte.

Natürlich lebt der TV Voerde vor allem noch von der Euphorie des Aufstiegs. Aber auch davon, dass auf dem Mannschaftsblock Namen von Spielern stehen, die beim TVV groß geworden sind, sich zum Teil schon seit ihrer Schulzeit kennen, in allen Jugendteams miteinander gespielt haben und entsprechend harmonieren.

Natürlich wäre es Unsinn beim TVV nach nur zwei Spielen schon auf die Tabellenspitze zu zielen. Doch die sechs Punkte, nimmt ihnen niemand mehr.

(RP)