Handball: Ein weiterer Schritt

Handball: Ein weiterer Schritt

Der 27:22 (14:9)-Erfolg des Handball-Verbandsligisten MTV Rheinwacht Dinslaken im vorgezogenen Punktspiel gegen TuS Treudeutsch Lank riss die Zuschauern zwar nicht von den Sitzen. Doch die Meisterschaft ist greifbar nahe.

Es war eines der typischen Meisterschaftsspiele unter der Woche. Und besonders in den Schlussminuten machte sich unter den gerade mal 100 Zuschauern gestern Abend in der Douvermannhalle Unmut breit, als sich beide Mannschaften mehrere Fehlwürfe hintereinander leisteten und dabei nicht sonderlich konzentriert wirkten. Doch als die Partie des MTV Rheinwacht gegen Treudeutsch Lank abgepfiffen wurde, da hatte der Spitzenreiter nach dem 27:22 (14:9)-Erfolg zwei weitere Punkte auf dem Konto, die Meisterschaft und die damit verbundene Rückkehr in die Oberliga ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit.

Alternativen fehlten

Ohne Benjamin Sentner (s. Info) und die auf der Bank verbliebenen Daniel Alberts und Jan Lukas Jacobs, die auch in den nächsten Spielen in der Reserve aushelfen sollen, fehlten zwar etwas die Alternativen, richtig in Gefahr bringen konnte der Gast den Tabellenführer aber nicht. "Wir haben 45 Minuten ordentlich gespielt und den Gegner durch eine gute Abwehrleistung besiegt", erklärte MTV-Spielertrainer hinterher, doch er sprach auch von gerade mal 60 bis 70 Prozent, die seiner Mannschaft zum Erfolg genügt hätten.

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Nach einer etwas schleppenden und noch ausgeglichenen Anfangsphase setzten sich die Gastgeber im Verlaufe der ersten Halbzeit immer mehr ab und machten aus einem 6:5 ein 10:5. Allerdings agierten sie dabei auch ständig in Überzahl, weil die Lanker schon nach 24 Minuten ihren ersten Spieler nach drei Zeitverweisen verloren und sich auch ansonsten nur mit vielen Fouls in der Abwehr zu helfen wussten. Daher drückte fast ständig einer ihrer Akteure die Sünderbank.

Der MTV dagegen war erst nach 40 Minuten erstmals in Unterzahl. Neben Ralf Willam mussten auch Jan Mittelsdorf und Felix Neu, der wegen Meckerns, kurzzeitig vom Feld.

MTV Rheinwacht: Schneider, Salzbrunn; Neu (3), Wagner (2), Janduda (1), Willam (1), B. Jacobs (7/3), Timofte (7/4), Mittelsdorf, Brandscheid (4), Thiel (2).

(RP)