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Fußball: Ein schwarzer Tag für Lohbergs Torhüter Kerem Yildiz

Fußball : Ein schwarzer Tag für Lohbergs Torhüter Kerem Yildiz

Bezirksligist RWS Lohberg unterliegt der Spvgg. Sterkrade 06/07 mit 0:2. Yildiz unterläuft zunächst ein Eigentor, dann muss er verletzt ins Krankenhaus.

RWS Lohberg bleibt auch nach dem sechsten Spiel in der Fußball-Bezirksliga ohne Punkt, musste sich gestern der Spvgg. Sterkrade 06/07 mit 0:2 (0:1) geschlagen geben. Die rote Asche auf der Platzanlage am Fischerbusch ist in der Regel für die gegnerischen Mannschaften shr unangenehm. Am gestrigen Spieltag machte Kerem Yildiz, Torwart von RWS Lohberg, aber eine böse Erfahrung und erzielte nach einem Platzfehler ein Eigentor. Damit nicht genug: der Keeper musste zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem Zusammenprall ins Krankenhaus.
Aber der Reihe nach: Die Lohberger starteten gut in die Partie und waren tonangebend. Nach einer Viertelstunde hatte Özgür Bebek dann nach Zuspiel von Yakup Ince die erste nennenswerte Möglichkeit für die Gastgeber. In der Defensive glänzte RWS-Verteidiger Vedad Colakovic mit zahlreichen gewonnenen Zweikämpfen. Zwischen den Pfosten der Lohberger startete auch Kerem Yildiz sicher, nahezu jeder Eckball landete in seinen Händen. Auch die wenigen Schüsse der Oberhausener wusste er abzuwehren oder gar festzuhalten.

Die einfachsten Sachen sollten dem Gastgeber aber einen Strich durch die Rechnung machen. Nach einem harmlosen Rückpass hüpfte der Ball unkontrolliert auf Yildiz zu. Dieser berührte den Ball zwar beim Versuch zu klären, er fand aber dennoch den Weg ins Lohberger Tor (34.). „Da mache ich Kerem keinen Vorwurf, das ist einfach Pech. So etwas gibt es auch in der Bundesliga“, nahm Ex-Bundesliga-Keeper Thorsten Albustin seinen Torwart in Schutz. Kurz vor der Pause hatte der Gastgeber dann durch Neuzugang Mustafa Bensfia noch eine Möglichkeit (45.), doch auch diese blieb ohne Erfolg. Bensfia verstärkt gemeinsam mit seinem Bruder Abdelaziz Bensfia die Lohberger in der schwierigen Situation.

Im zweiten Durchgang passierte zunächst nicht viel, bis nach ungefähr zehn Minuten Lohbergs Keeper mit einem Gegenspieler zusammenprallte. Yildiz wurde erst von Oberhausens Physiotherapeut behandelt und dann mit Verdacht auf einen Rippenbruch ins Krankenhaus gebracht. Torwarttrainer Marcel Weinkath zögerte nicht lange und streifte sich das Trikot mit der Nummer 33 über. Noch schnell zwei Schüsse von Verteidiger Colakovic zum Aufwärmen und die Partie wurde fortgesetzt. Zehn Minuten nach seiner Einwechslung zeichnete sich Weinkath dann mit einer Parade gegen Oberhausens Angreifer Enver Ünal erstmals aus. Bis zum Schlusspfiff sollte aber auch er nicht ohne Gegentreffer bleiben. Nach einem Angriff über die linke Seite erzielte Artur Stankewizius das 2:0 für die Gäste (75.) und sorgte damit für die Entscheidung.

Für RWS-Übungsleiter Thorsten Albustin hatte die Niederlage dennoch etwas Positives: „Wir haben uns wieder ein bisschen gesteigert. Mit der ersten Halbzeit kann ich wirklich zufrieden sein. Das erste Tor kann natürlich tragischer kaum zustande kommen, das war wirklich unglücklich. Im zweiten Durchgang haben bei uns dann einfach die Kräfte gefehlt.“

(che)