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Ein Hoffnungsträger mit Zukunft beim MSV

Ein Hoffnungsträger mit Zukunft beim MSV

Niederrhein Wir schreiben den 32. Spieltag in der zweiten Fußballbundesliga 2009/2010. Der, während der Saison allzu oft enttäuschende MSV Duisburg, empfing vor einer Minuskulisse in der MSV Arena den Aufsteiger SC Paderborn. Die 2:3-Heimpleite passte genau in den Alltag des über die gesamte Spielzeit arg gebeutelten Zebratross. Für einen allerdings öffnete sich an diesem Tag die Tür in den Profifußball. Maurice Exslager, Duisburger Eigengewächs, betrat mit Pauken und Trompeten das Parkett der zweiten Bundesliga. Nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit, brauchte der gebürtige Bocholter gerade einmal fünf Minuten, um zum ersten Mal für die Zebras jubeln zu dürfen.

"Es war ein absolut überragendes Gefühl. Man macht sich die ganze Nacht Gedanken, wie es wäre, tatsächlich zum ersten Mal für die Profis auflaufen zu dürfen. Und dann hat es auch noch auf Anhieb mit einem Tor geklappt. Das war wie im Traum", erinnert sich Exslager, der seit der A-Jugend für die Zebras kickt, an den Tag zurück, an dem er sich von der einen auf die andere Sekunde einen Namen in der Duisburger Fanszene gemacht hatte.

Ein Vollblutstürmer

"Das ist schon komisch. Heute werde ich von jedem MSV-Fan angesprochen", gesteht sich Exslager den raschen Wechsel weg vom Junior-Kicker, hin zum Profifußballer ein. Ohnehin ist sich der 19-Jährige Vollblutstürmer sicher, dass eine Einheit zwischen Fans und Mannschaft die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Saison 2010/2011 ist. "Ich bin absolut positiv überrascht von den Anhänger. So lange man in der Kurve merkt, dass wir uns für den Verein zerreißen, dann wird man uns auch mal einen schlechteren Tag verzeihen", erklärt der Kicker, der seine Fußballschuhe zum ersten mal beim SV Biemenhorst in seiner Heimat Bocholt schnürte, das Zusammenspiel zwischen der Elf auf dem Platz und den blau-weißen Zebraherzen auf der Tribüne.

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Bei den Fans selbst gilt Exslager spätestens seit seinen beiden sehenswerten Treffern in der Vorbereitung als Hoffnungsträger für die kommenden Jahre. Und in diese Rolle schlüpft der junge Angreifer auch allzu gern hinein: "Eine solche Position nimmt man natürlich gerne ein. Das ist in gewisser Weise auch eine Bestätigung für die Leistungen der letzten Jahre."

Die nötige Portion Selbstbewusstsein zeigt Exslager, wenn es darum geht, wo er sich im kommenden Jahr bei den Meiderichern sieht. "Wenn man einmal dabei ist, geht man auch davon aus seine Einsätze zu bekommen. Als junger Kicker muss man sich dann auch mal mit Einwechslungen kurz vor Schluss begnügen. Aber sicherlich liebäugelt man für die Zukunft irgendwann auch einmal mit einem Stammplatz", schaut er voraus. "Auch darüber hinaus", versichert Exslager, "sehe ich meine Zukunft hier in Duisburg. Ich habe dem MSV viel zu verdanken. Mein Herz hängt an dem Verein. Der MSV wird immer mein erster Ansprechpartner bleiben". Immerhin haben es die Meidericher ihm ermöglicht Profi zu werden. In der nächsten Zeit heißt es dann für Exslager weiter hart für die viel schnellere zweite Liga zu trainieren, denn: "von nichts kommt eben nichts", weiß das Zebra mit seiner erfrischend jugendlichen Art.

(RP)