Lokalsport: Ein ganz neuer Plan für Lohberg

Lokalsport : Ein ganz neuer Plan für Lohberg

Das Konzept zur Sanierung der Dorotheen-Kampfbahn und der Umgestaltung der Sportplätze am Fischerbusch ist von der Stadtverwaltung überarbeitet worden. Sporthalle anstelle der RWS-Container. Kosten von über vier Millionen Euro.

Der Abschnitt Zum Fischerbusch zwischen der Industriestraße und Augustastraße trennt zwei Vereine. Auf der einen Seite, in der Dorotheen-Kampfbahn, ist der VfB Lohberg zu Hause, auf der anderen Seite ist RWS Lohberg ansässig. Noch. Wenn es nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung geht, dann sind die Clubs hüben wie drüben künftig auf einer großen Anlage vereint. Im Zuge der Sportstättensanierung soll ein zentrales Sport- und Funktionszentrum entstehen mit einem Naturrasenplatz und mehreren Kunstrasenspielfeldern. Das entsprechende Konzept stellten die Verantwortlichen den betroffenen Vereinen in der vergangenen Woche bei einem Termin im Stadthaus vor.

Ein Kernpunkt soll die Abbindung des jetzigen Straßenstücks zwischen Stadion und Aschenplätzen vom öffentlichen Verkehr sein. Die Planer schlagen vor, den Abschnitt künftig nur als Rettungsweg und für Fahrräder zu belassen. Die derzeitige Mauer an der Seite der Dorotheen-Kampfbahn würde geöffnet, damit eine Verbindung zwischen den einzelnen Sportplätzen besteht. Im Stadion sind Sanierung des Naturrasens und der Tribüne vorgesehen, ebenso der Bau eines neuen Vereinsheims mit Gastronomie für die gesamte Anlage.

Auf der Fläche der beiden Aschenplätze könnten drei Kunstrasenplätze entstehen: Ein Großspielfeld, ein kleineres Trainingsfeld, das den Maßen für Jugendspiele entspricht, und ein Kleinspielfeld für die jüngsten Jahrgänge. Diese Gestaltung stieß bei den betroffenen Vereinen laut gut informierten Kreisen allerdings auf keine große Gegenliebe. Denn neben dem VfB und RWS Lohberg sollen im Winter auch die benachbarten Vereine SGP Oberlohberg und SC Wacker Dinslaken die Möglichkeit bekommen, die Anlage in Lohberg zu nutzen. Mit einem einzigen Kunstrasen-Großspielfeld, so wird befürchtet, sei dann der Trainings- und Spielbetrieb für insgesamt vier Clubs kaum umsetzbar.

Ein weiterer Knackpunkt ist, dass nach wie vor zwei Lohberger Vereine nebeneinander existieren, aber nach derzeitigem Plan für das neue "Sport- und Funktionszentrum" lediglich ein Kasseneingang und eine Gastronomie vorhanden sein sollen. Die Belegung des Naturrasens und der Kunstrasenplätze soll dem Vernehmen nach ein Platzwart den einzelnen Mannschaften zuweisen, die Vereine hätten dann darüber keine Entscheidungsbefugnis.

Anders als zuletzt ins Gespräch gebracht, ist offenbar der Bau einer Sporthalle auf dem jetzigen Gelände der Tennisabteilung beim VfB Lohberg vom Tisch. Das Grundstück könnte nun nach dem Zusammenschluss der Lohberger Tennisspieler mit der SGP Oberlohberg vermarktet werden. Eine Sporthalle sieht die Planung stattdessen an der Stelle vor, wo derzeit die Umkleidecontainer von RWS Lohberg stehen.

Die Kosten für die Gesamtmaßnahme sollen bei mehr als vier Millionen Euro liegen. Am Donnerstag (17 Uhr) wird die Planung im Sportausschuss im großen Sitzungssaal des Stadthauses vorgestellt..

(RP)