Dinslaken: VfB Lohberg will nach vorne schauen

Fussball : Thomas Grefen hat sich beim VfB viel vorgenommen

Nach dem Bezirksliga-Abstieg will das Team wieder vorwärts blicken. Ein Ziel gibt der neue Coach aber nicht aus. 

Es war das verflixte siebte Jahr. Aufgrund einer verunglückten Anfangsphase wurde Thomas Grefen nach sieben Jahren beim VfB Lohberg zu Beginn der abgelaufenen Saison von seinen Trainer-Aufgaben entbunden. Nach dem Abstieg aus der Fußball-Bezirksliga gibt Grefen nun also sein Comeback.

In der Kreisliga A soll er die Mannschaft zu alter Stärke führen. „Wenn wir alles so gelassen hätten wie es war, wären wir nicht abgestiegen. Wir waren in allen Spielen die bessere Mannschaft und haben immer unglücklich mit einem Tor Unterschied verloren“, sagt Grefen, der glaubt, dass der Aktionismus beim VfB den Abstieg begünstigt hat. „Ich habe das natürlich weiter verfolgt, weil mir der Verein sehr am Herzen liegt. Ich war schon etwas erschüttert. Die Mannschaft ist während der Saison zerfallen“, sagt der Übungsleiter. Doch er wolle nicht zu sehr in die Vergangenheit schauen, sondern die Mannschaft wieder in die richtige Spur bringen.

Dazu hat Thomas Grefen auch seinen Co-Trainer Dirk Scholz mitgebracht, mit dem er schon erfolgreich zusammengearbeitet hat. „Ohne Dirk hätte ich das wahrscheinlich auch nicht gemacht. Wir wollen helfen, dass es wieder aufwärts geht und wir einen guten Start hinbekommen“, betont der Coach die Bedeutung seines Assistenten.

Ein konkretes Ziel für die kommende Saison möchte der ehemalige Torwart aber nicht ausgeben: „Wir haben eine gute Mannschaft zusammen. Wichtig ist, dass wir Spaß haben und eine Truppe sind. Wir wollen das Maximale erreichen. Welcher Platz dabei herausspringt, werden wir dann sehen.“

Im Kader stehen aktuell 21 Spieler, drei bis vier gelten als Wackelkandidaten. Mit einigen potenziellen Neuzugängen sei man noch in Gesprächen, sagt Grefen. Zum Trainingsauftakt erschienen am Sonntag nur zwölf Akteure, einige fehlen noch verletzungs- oder urlaubsbedingt.

„Wir haben uns gut verstärkt und auch menschlich passen die Jungs gut in die Truppe hinein“, agt Thomas Grefen über die sechs Neuen im Team. Schwer wiegen einige Abgänge, vor allem die der Leistungsträger Orkay und Orkan Güclü sowie Stanley Andrud. Die Güclü-Brüder hatten sich durch viele Disziplinlosigkeiten einige Sperren eingehandelt. Bei Tim Bruß, der nach einem Leistenbruch bis Oktober ausfallen wird und sich darüber hinaus eine Auszeit erbeten hat, hat Grefen noch Hoffnung, „dass er irgendwann wieder zur Mannschaft stoßen wird. Er ist auf jeden Fall wichtig.“

Für die kommende Saison bleibt Thomas Grefen bescheiden. „Ich hoffe, dass wir möglichst wenig auf Ascheplätze spielen müssen, aber da muss man dann auch durch“, sagt er.

Bis August müssen die Knappen auch noch auf dem ungeliebten Untergrund trainieren, ehe sie wieder auf den Rasenplatz in der Dorotheen-Kampfbahn dürfen. Das erste Mal ernst wird es dann am 19. August, wenn der erste Spieltag ansteht. Bis dahin kann Thomas Grefen noch am Feinschliff arbeiten. Eingewöhnungszeit braucht er wohl nicht.

(pst)
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