Eishockey: Dinslaken Kobras schaffen den Ausgleich

Eishockey : Dinslaken Kobras schaffen den Ausgleich

Der Eishockey-Regionalligist gewinnt auf eigenem Eis das zweite Play-off-Spiel gegen die Bären Neuwied mit 7:4. Vier Tore im zweiten Drittel ebnen den Weg. Trainer Milan Vanek lobt seine Mannschaft.

Man musste die Dinslakener Eissporthalle am Sonntagabend nicht einmal betreten, um Zeuge der Stimmung zu werden. Denn sowohl Heim- als auch Auswärtsfans machten mächtig Rambazamba und waren schon von der Straße aus zu hören. Ob rhythmisches Klatschen, Anfeuerung per Megafon, Fahnen oder Trommeln, die Anhänger waren bestens bestückt und feuerten ihre Mannschaften über 60 Minuten lautstark an. Die Dinslaken Kobras zeigten eine überzeugende Vorstellung. Sie gewannen mit 7:4 (1.1, 4:1, 2:2) und schafften im Play-off-Viertelfinale der Eishockey-Regionalliga somit den Ausgleich zum 1:1. Drei Siege sind für den Einzug ins Halbfinale nötig.

Die Kobras erwischten den besseren Start, waren körperlich gewohnt präsent und erzielten bereits nach sieben Minuten durch Philipp Heffler das 1:0. Der Gastgeber machte weiter Druck, schaffte es aber vorerst nicht, die Hartgummischeibe über die Torlinie zu befördern. 17 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts musste Pascal Behlau nach einem rüden Foul auf die Strafbank. Der Dinslakener Angreifer hatte es sich dort gerade eingerichtet, als Michael Jamieson schon zum 1:1 (20.) traf.

Nur wenige Sekunden nach Beginn des zweiten Drittels drehte Maximilian Wasser mit seinem Treffer das Spiel zugunsten der Gäste (21.). Die Kobras spielten weiter mutig nach vorne. Drei Minuten später war Andrew Harrison aufmerksamer als sein Gegenspieler, stahl ihm die Scheibe und erzielte den 2:2-Ausgleich. Auch wenn der Gastgeber sich erneut in Überzahl schwer tat, Tore zu schießen, so klappte es in Gleichzahl umso besser. Nach einem Distanzschuss von Leon Taraschewski stand Pascal Behlau perfekt und schob zur 3:2-Führung ein (33.). Damit war es im zweiten Drittel aber noch lange nicht genug. Auch Andrew Harrison (39.) und Jesse Parker (40.) trafen noch für die Kobras und sorgten für großen Jubel auf den Rängen.

Zu Beginn des letzten Abschnitts gelang Leon Taraschewski sogar noch das 6:2. Aber entschieden war die Partie damit noch nicht. Der ehemalige Dinslakener Kevin Wilson verkürzte zwölf Minuten vor dem Ende in Überzahl auf 3:6 (48.). Die Bären machten weiter Druck, spielten ihre Überzahl erneut gut aus und kamen durch ein Tor von Peter Müller auf 4:6 heran (49.).

Knapp zwei Minuten vor dem Ende nahm Neuwieds Trainer Karl-Wilhelm Horvarth eine Auszeit und bei eigenem Scheibenbesitz auch seinen Torhüter vom Eis. Das ging allerdings daneben. Die Dinslaken Kobras eroberten den Puck – und Jesse Parker traf ins leere Tor zum 7:4-Endstand. „Das war ein sehr gutes Spiel, die Jungs haben sich den Sieg verdient. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass das nur ein kleiner Schritt ist“, sagte der Dinslakener Trainer Milan Vanek nach der Begegnung.

Tore: 1:0 Heffler (7.), 1:1 Jamieson (20.), 1:2 Wasser (21.), 2:2 Harrison (25.), 3:2 Behlau (33.), 4:2 Harrison (39.), 5:2 Parker (40.), 6:2 Taraschewski (45.), 6:3 Wilson (48.), 6:4 Müller (49.), 7:4 Parker (60.). Strafminuten: Dinslaken 22, Neuwied 22.

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