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Lokalsport: Die RESG muss sich noch mal steigern

Lokalsport : Die RESG muss sich noch mal steigern

Rollhockey: Heute beginnt die Saison in der Bundesliga. Die Walsumer empfangen den TuS Düsseldorf-Nord.

Erster, das waren sie schon. Aber eben nur nach der Vorrunde, nach 22 Punktspielen in der Rollhockey-Bundesliga. Im Halbfinale kam dann für die "Roten Teufel" das Aus. Wieder einmal gegen die ERG Iserlohn, die anschließend Deutscher Meister wurde. Zum dritten Mal in Folge. Was wiederum die Konsequenz hat, dass der Hunger nach einem Titel beim deutschen Rekordmeister RESG Walsum noch ein bisschen größer geworden ist. Der letzte Triumph ist nun schon 18 Jahre her und damit gerade volljährig geworden.

Heute um 15.30 Uhr ertönt in der Halle Beckersloh der Startschuss zur Saison 2017/18 - wie im Vorjahr mit dem Niederrhein-Derby gegen den TuS Düsseldorf-Nord, das die Gäste seinerzeit mit 3:1 gewannen. Dass die Unterrather dann im weiteren Saisonverlauf an gleicher Stelle den Pokaltraum der RESG im Halbfinale beendeten, dürfte den Ehrgeiz der Gastgeber nur noch weiter anfachen.

"Wir haben viel dafür getan, um in dieser Saison noch einen draufzulegen", sagt Trainer Günther Szalek. Er schiebt nach: "Ich bin überzeugt, dass noch eine Steigerung möglich ist." Aus seiner Sicht besteht ein klarer Vorteil gegenüber dem vergangenen Jahr darin, dass keine potenziellen neuen Leistungsträger - damals Sebastian Haas und Miquel Vila - eingebaut werden mussten und man sich so schon frühzeitig der Feinabstimmung widmen konnte.

Neue Gesichter gibt es nur zwei im Kader. Neben dem aus Recklinghausen zurückgekehrten Eigengewächs Finn Trender ist dies noch der junge Spanier Pelayo Ramos, der aber zum Start noch zuschauen wird. "Der Junge bringt die Basis mit, aber er braucht noch Zeit", erklärt Günther Szalek, der Mutmaßungen, der 20-Jährige könne den nach Portugal heimgekehrten Pedro Queiros sofort ersetzen, ins Märchenreich verweist. Als momentan vierter Ausländer im Kader - der künftige Status von Felipe Sturla als "Rollhockey-Deutscher" ist offen - muss sich Ramos momentan aufs Training beschränken.

So stellt sich der Kader für das erste Spiel von selbst auf, weil Routinier Nuno Rilhas nach den Vorkommnissen beim Halbfinalrückspiel der vergangenen Saison gegen Iserlohn noch für zwei Spiele gesperrt auf der Tribüne sitzen wird. Auf der Gegenseite gibt es das Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Ex-RESG-Kapitän und -Trainer Robbie van Dooren hat beim TuS Nord an der Bande die Nachfolge von Dirk Barnekow angetreten. Fehlen wird dagegen Daniel Kutscha: Der früher ebenfalls in Walsumer Diensten stehende Torjäger fällt mit Leistenproblemen bis zum Jahresende aus.

Als Ziel hat van Dooren in Düsseldorf einen Titel in Meisterschaft oder Pokal angegeben. Günther Szalek hat als Hauptkonkurrenten vor allem die üblichen Verdächtigen auf dem Schirm: "Herringen wird als eingespielte Mannschaft nach wie vor sehr stark sein, Iserlohn ist als erfolgsverwöhntes Team nur schwer vom Thron zu stoßen. Nicht vergessen darf man auch die IGR Remscheid."

(RP)