Lokalsport: Die letzte Chance für RWS Lohberg

Lokalsport : Die letzte Chance für RWS Lohberg

Relegation: Der Fußball-Bezirksligist braucht heute im Heimspiel gegen Vatan Spor Solingen einen Sieg mit wenigstens drei Toren Differenz, um den Abstieg zu vermeiden. "Das wird unser Spiel der Saison", sagt Trainer Torsten Klump.

Es gibt keinen Fallschirm mehr, keine weitere Chance. Heute um 19.30 Uhr gilt es für die Fußballer von RWS Lohberg. Im Heimspiel gegen Vatan Spor Solingen müssen die Rot-Weißen einen Sieg mit mindestens drei Toren Unterschied schaffen, um die Bezirksliga im allerletzten Moment doch noch zu halten. "Das wird unser Spiel der Saison. Die Mannschaft ist bereit. Motivieren muss ich da vorher niemanden mehr", sagt Torsten Klump. Der Selimiyespor-Coach hofft, dass seine Akteure trotz der enormen Bedeutung mit einem kühlen Kopf in die Partie gehen.

Die Ausgangssituation hätte wesentlich komfortabler sein können - wenn die Lohberger beim 2:2 in Düsseldorf vor einer Woche den Sieg nicht noch in der Nachspielzeit leichtfertig aus der Hand gegeben hätte. Doch nach dem 5:3-Erfolg der TuRU-Reserve am Sonntag in Solingen steht RWS nun nicht nur unter dem Druck des Gewinnenmüssens, der Gastgeber muss Vatan Spor auch höher schlagen als die Landeshauptstädter. Zwar sollte es eigentlich ein Vorteil für Lohberg sein, dass der heutige Gegner keine Chance mehr auf den Klassenerhalt hat und deshalb möglicherweise nicht mehr bis in die Haarspitzen motiviert ist Aber Klump will erst einmal von größtmöglicher Gegenwehr ausgehen: "Wir wissen nicht, wie Vatan Spor auftritt. Vorsicht ist geboten."

Der Übungsleiter sieht in einer stabilen Defensive, im eigenen Passspiel und in den offensiven Eins-gegen-Eins-Situationen die Schlüsselpunkte für einen deutlichen Erfolg. Mindestens genauso wichtig dürfte aber auch die Chancenverwertung sein, an der es zuletzt - auch in Düsseldorf - immer wieder haperte. "Wir dürfen es auf jeden Fall nicht mit der Brechstange versuchen, müssen unser gewohntes kreatives Spiel aufziehen", sagt Klump, der davon überzeugt ist, dass seine Schützlinge vom Spielfeldrand wieder ähnlich frenetisch angefeuert werden wie zuletzt gegen Haldern und in Düsseldorf: "Es wird sicher wieder voll werden. Den Jungs wird die Unterstützung auf jeden Fall helfen."

Nicht helfen kann gegen Solingen Sturm-Routinier Erkan Sevinc, der sich gegen TuRU die fünfte Gelbe Karte einhandelte und deshalb gesperrt ist. Dafür kehren aber in Rafet Yildirim und Soufian Benchaou zwei Offensivkräfte in den Kader zurück.

Ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Torhüter Baris Tekin, der sich beim Abschlusstraining verletzt hat. Sollte die etatmäßige Nummer eins nicht auflaufen können, müsste wieder Burak Aydin in die Bresche springen. Er hatte seine Sache nach sehr langer Pause schon gegen TuRU Düsseldorf II gut gemacht.

(RP)