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Handball: Die Bäume wachsen nicht in den Himmel

Handball : Die Bäume wachsen nicht in den Himmel

Beim 25:29 (13:12) gegen den TV Vorst baute Handball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld den Gegner nach gutem Start erst selbst auf.

Die Befürchtungen von Matthias Waclawczyk, dem Trainer des Handball-Oberligisten TV Jahn Hiesfeld, sind tatsächlich eingetreten. Wieder einmal taten sich die "Veilchen" mit der Favoritenrolle schwer und überließen dem vermeintlichen Außenseiter die Punkte. Am Ende unterlag der TV Jahn Hiesfeld dem konsequent aufspielenden Aufsteiger TV Vorst mit 25:29 (13:12).

Klare Worte fand dann auch Waclawczyk nach den 60 Minuten: "Das war ein verdienter Sieg der Vorster. Wenn man so fahrlässig mit seinen Chancen umgeht, dann braucht man sich nicht zu wundern wenn man verliert. Nach der hohen Führung hatte man den Eindruck, alle denken, das geht schon so weiter. Das war zu wenig."

Eines darf man natürlich nicht vergessen. Neben dem mit einem Gipsarm auf der Tribüne sitzenden Kevin Kirchner musste Waclawczyk auch noch auf Philip Tuda verzichten, den er nicht berücksichtigte.

Dabei fing die Partie sehr gut für die Hausherren an. Nach vier Minuten lagen die "Veilchen" mit 3:0 in Front und nach 15 Minuten gar mit 9:3. Die Weichen schienen eindeutig auf Sieg gestellt. Auf der Gegenseite ließ der TV Vorst eine Vielzahl guter Chancen ungenutzt oder scheiterte am in dieser Phase starken "Paule" Meyer zwischen den Pfosten der Gastgeber. Doch zum Ende der ersten Hälfte deutete sich bereits an, dass die "Veilchen" noch Probleme mit dem TV Vorst bekommen würden.

Immer wieder war es der Ex-Dülkener Pascal Mertens, der Nadelstiche setzte. So konnten die Gäste bis zur Halbzeitsirene auf 12:13 verkürzen. Nach dem Wechsel konnten die Wackawczyk-Schützlinge zunächst auf 16:13 davonziehen. Danach lief aber nicht mehr allzu viel zusammen bei den Hausherren. Eine Vielzahl an Abspielfehlern gepaart mit einer eklatanten Abschlussschwäche nutzte der Oberliga-Aufsteiger konsequent aus. In der 49. Minuten lagen die Gäste erstmals in Front — 20:21. Bis zur 53. Minute erhöhte der mutig aufspielende Aufsteiger auf 23:20. In den folgenden zwei Minuten scheiterten nacheinander Felix Busjan über Außen, Artur Groß vom Kreis und Timo Bestier aus dem Rückraum. Eine Momentaufnahme, die ein Spiegelbild der Vorstellung des TV Jahn im zweiten Spielabschnitt war.

Immer wieder ließ sich die Deckung der "Veilchen" einfach aushebeln und in der Vorwärtsbewegung war an diesem Tag die Fehlerquote einfach zu hoch. Ein ums andere Mal verzettelte sich Niko Möhle und auch Max Reede und Timo Bestier hatten nicht ihren besten Tag erwischt. Am Ende siegte der Gast verdient mit 29:25. Somit bleibt die Erkenntnis, dass die Bäume für den "neuen" TV Jahn nicht in den Himmel wachsen. Zum einen liegt das sicher an mangelnden personellen Alternativen aber auch am Reifeprozess der jungen Spieler.

TV Jahn: Meyer, Schnier; Busjan (3/1), Reede (5), Möhle (4), Mergner (4), Enders (1), Bückmann, Bestier, Groß (6), Schwengers (2).

(mich)