Lokalsport: Die 13. Auflage erstmals als "Energy-Run"

Lokalsport : Die 13. Auflage erstmals als "Energy-Run"

Der City-Lauf rund um die Burg und durch die Altstadt lockt erneut über 3000 Läufer aus der Region an. Aufwendige Vorbereitung.

Wenn am Sonntag der 13. Dinslakener City-Lauf - zum ersten Mal als "Energy Run" - gestartet wird, wird einer ganz besonders erleichtert sein: Manfred Feldkamp. Seit dem 16. Januar ist er neuer 1. Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Marathon Dinslaken und damit erstmals auch hauptverantwortlich für den Lauf. Bislang unterlag die Hauptaufsicht immer seinem Vorgänger Michael Keuten, der den "City-Lauf" zwölf Jahre lang in Eigenregie mit seiner Frau organisiert hatte. Doch aus gesundheitlichen Gründen teilte er im Mai letzten Jahres mit, dass er sich zurückziehen werde.

Plötzlich standen die Marathonis Dinslaken vor einer "Mammutaufgabe", sagt Feldkamp. "Das wird einem ja erst bewusst, wenn man mittendrin steckt und alles hautnah erlebt." Weil sie die Veranstaltung - die sich inzwischen zu einem der größten Lauf-Events am Niederrhein entwickelt hat - nicht einfach sterben lassen wollten, schloss sich ein Team von fünf Personen zusammen, das sich die einzelnen Aufgaben untereinander aufteilt. "Der eine organisiert die Preise, der andere kümmert sich um die T-Shirts und der nächste besorgt die Genehmigungen", erklärt Feldkamp.

Vor allem Letzteres bedeutete im Vorfeld einen enormen Aufwand. "Das Sicherheitskonzept wird von Jahr zu Jahr verschärft. Da lagen auf jeden Fall die größten Tücken und Schwierigkeiten", weiß der Vorsitzende. Gab es doch erst vor einer Woche rund um den Halbmarathon in Berlin die Meldung, dass möglicherweise ein Verbrechen geplant sei. Die Maßnahmen sind also unerlässlich. Immerhin war die Unterstützung vonseiten der Stadt Dinslaken riesengroß. "Von allen Seiten haben wir da Hilfe bekommen", freut sich Feldkamp.

Dankbar ist er natürlich auch dafür, dass mit den Stadtwerken Dinslaken ein neuer Hauptsponsor gefunden werden konnte. Im Grunde seine erste Amtshandlung als Cheforganisator. Feldkamp: "Besser hätten wir es uns nicht erträumen lassen können." Aber auch als "Energy Run" bleibt der Lauf rund um die Burg und durch die Altstadt von Dinslaken seinen Prinzipien treu: Eine Veranstaltung von Läufern für Läufer. 140 der aktuell 190 Mitglieder von Marathon Dinslaken helfen am Sonntag, mitlaufen ist nicht. "Anders wäre das nicht zu bewerkstelligen", weiß Feldkamp, der selbst seit dem ersten "City-Lauf" 2006 zu den Helfern gehörte und immer mit dem Fahrrad vor den Läufern weggefahren ist. "Jetzt stehe ich an der Front", sagt er.

Auch beim Starterfeld streben die Verantwortlichen weiterhin nicht die großen Namen und internationalen Eliten an. Vielmehr werden laufbegeisterte Sportler aus der Region erwartet. "Wir wollen, dass Einheimische hier an den Start gehen und gewinnen." Und bei den Teilnehmern kommt das Konzept an. Der Essener Matthias Graute etwa ist in Dinslaken schon fünfmal mitgelaufen und sagte im letzten Jahr nach dem Zieldurchlauf: "Dieser Wettkampf ist für mich gebucht. Nirgends sonst gibt es so eine schöne Strecke und die Stimmung ist immer großartig."

Im Mittelpunkt stehen am Sonntag natürlich wieder die 10-km-Läufe. Aber auch beim Bambini-Marathon, Jugend- und Volkslauf und den Walkern werden die Athleten angefeuert. Drei Samba-Bands verteilen sich auf die Strecke, die wie gewohnt auf der Mozartstraße (5/10 km) gestartet wird und auf der Voerder Straße den Zieleinlauf hat. 2990 Läufer sind bislang gemeldet. Da das Wetter aber für Sonntag - natürlich - Sonne vorhersagt, erwartet Feldkamp, dass es bis zu 150 Nachmeldungen geben wird und die 3000er-Marke auch in diesem Jahr locker geknackt wird. "Die Veranstaltung hat sich etabliert und steht bei vielen fest im Kalender", freut sich Feldkamp.

Die Vorbereitungen sind alle getroffen. Jetzt sehnt Feldkamp eigentlich nur noch den Startschuss herbei. "Irgendwann muss man ja auch mal ein Ergebnis sehen, was man da das ganze Jahr über organisiert hat", sagt er. "Ich hoffe, dass alles so gut klappt wie in den Jahren zuvor. Sonst lernen wir daraus und werden es im nächsten Jahr besser machen."

(RP)