Fußball: Derby zwischen Spellen und Lohberg

Fußball: Derby zwischen Spellen und Lohberg

In den vergangenen Wochen und in der Vorbereitung klagte Pino Steininger nicht nur über eine mangelhafte Trainingsbeteiligung beim VfB Lohberg, auch interne Probleme erschwerten dem Trainer das Leben. So lief der spielerisch beste "Knappe", Mustafa Bensfia, nur noch in der dritten Mannschaft auf, weil ihm dort ein Job versprochen wurde, was die Laune Steiningers nicht besonders besserte. Auch ein Treffen zwischen den Verantwortlichen des VfB und dem Offensivakteur führten zu keiner Einigung. "Er wollte sich nach dem Gespräch noch einmal melden, aber ich habe nichts von ihm gehört. Mit ist das zu doof einem Spieler hinterher zu telefonieren und habe da keine Lust mehr drauf", berichtet der Coach. Zwar ist die Trainingsbeteiligung in den vergangenen Tagen besser geworden, doch zur Ruhe sind die Lohberger vor dem Derby beim SV Spellen noch nicht gekommen.

"Wir wissen auch, dass sie Stress haben und vielleicht ist der Zeitpunkt jetzt gegen Lohberg zu spielen, gar nicht so schlecht", meinte Spellens Trainer Ingo Bargmann, der nach dem 0:2 beim VfB Bottrop aber auch eine eigene Baustelle hat. Die Chancenverwertung ließ sehr zu wünschen übrig und deshalb wurde im Training am Abschluss gearbeitet: "Wir müssen zuhause die Punkte halten. Aber Lohberg ist eine kampfstarke Mannschaft, die für die Niederlage im Hinspiel bestimmt Wiedergutmachung betreiben will. Deshalb müssen wir versuchen, dagegenzuhalten", weiß Bargmann. Steininger meint zum Spiel: "Spellen wird rennen und kämpfen, aber wir brauchen uns nicht zu verstecken."

Möllen und 08/29 auswärts

Zweimal hat der Trainer des SV Glückauf Möllen, Jörg Lieg, den TSV Bruckhausen beobachtet und er kam zu dem Entschluss, dass sich seine Mannschaft beim Zweiten nicht zu verstecken braucht. Es würde gegen einen solchen Gegner zwar auch nicht ganz einfach werden, doch er verrät, wie der Sieg des Hinspiels zu wiederholen ist: "Kampfeinsatz von Beginn an – wir müssen zeigen, wer Herr auf dem Platz ist. Dann müssen wir dem Gegner unser Spiel aufzwingen, damit der uns hinterher läuft. Und zuletzt müssen wir sie bis aufs Blut reizen."

Bei Coach Werner Lehwald und der SV 08/29 Friedrichsfeld verlief die Woche nach dem Heimsieg gegen den FSV Duisburg etwas entspannter. Das Erfolgserlebnis sei sehr wichtig gewesen, innerhalb der Mannschaft sei eine Aufbruchstimmung zu spüren und das Selbstbewusstsein sei gewachsen. Doch es war auch nur ein erster Schritt aus dem Keller, so dass am besten auch beim Tabellenführer Viktoria Buchholz gepunktet werden soll: "Personell sind wir arg gebeutelt. Wir haben nun mal eine reduzierte Qualität, die man aber mit Taktik und dem richtigen Engagement wieder ausgleichen kann", weiß Lehwald.

(RP)